neues deutschland: Anwältin Oury Jallohs fordert die Wiederaufnahme des Verfahrens

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Die Rechtsanwältin Gabriele Heinecke nennt das
Vorgehen der Staatsanwaltschaft Halle im Verfahren zur Aufklärung des
verstorbenen Oury Jalloh „skandalös und intransparent“. Das erklärte
Heinecke im Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung
„neues deutschland“ (Donnerstagausgabe). Die Familie Jalloh habe
jüngst einen Strafantrag gestellt, um ihr „Strafverfolgungsinteresse
zu betonen“, so Heinecke.

Der aus Sierra Leone stammende Mann war 2005 unter ungeklärten
Umständen in einer Dessauer Polizeidienststelle gestorben. Im
Interview berichtet Gabriele Heinecke über neue Erkenntnisse in dem
Fall, von denen sie durch Akteneinsicht erfuhr. Demnach plädierte der
ehemalige Ermittlungsleiter und Oberstaatsanwalt Folker Bittmann
dafür, der These nachzugehen, dass Dritte am Tod Jallohs beteiligt
waren. Zuvor hatte er selbst die „Selbstanzündungs-Theorie“
akzeptiert. Seine Meinungsänderung geht laut Heinecke auf
Erkenntnisse aus neuen Gutachten von Experten wie
Brandsachverständige, Rechtsmediziner und Toxikologen zurück. Die
Experten seien „schon Anfang des Jahres 2017 überwiegend zu der
Überzeugung gekommen, dass Oury Jalloh nicht selbst Feuer gelegt
haben und daran gestorben sein kann“, sagt Heinecke gegenüber „nd“.

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neues deutschland
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