“neues deutschland”: Linke-Politiker Fabio De Masi fordert wegen Wirecard-Skandal strengere Finanzaufsicht

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Wegen des Versagens der Aufsichtsbehörden im Wirecard-Skandal wird der Ruf nach einer grundlegenden Überarbeitung der Kontrollregeln in Deutschland immer lauter. “Die Aufsichtsorgane brauchen angesichts neuer Technologien im Finanzmarkt eine Art Generalaufsicht über Konzerne, die weniger stark davon abhängt, was für ein Geschäftsmodell ein Unternehmen hat”, sagte der Finanzexperte der Linksfraktion im Bundestag, Fabio De Masi, im Interview mit der Tageszeitung “neues deutschland” (Dienstagausgabe). Die Bundesfinanzaufsicht Bafin habe sich lange nur für die Wirecard Bank zuständig gefühlt und die Wertpapieraufsicht über die Wirecard AG unzureichend genutzt. Auch müsse die Behörde “öfters unangemeldet vor der Tür stehen”.

De Masi wirft der Bafin im Fall Wirecard Untätigkeit vor, denn es habe immer wieder Medienberichte über Unregelmäßigkeiten bei dem Finanzdienstleister gegeben. Der Linkspolitiker vermutet, die Bafin “wollte nicht zu viel Staub aufwirbeln, um den wirtschaftlichen Erfolg dieses Unternehmens nicht zu gefährden”. Schwere Vorwürfe erhebt De Masi auch gegen Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). “Dass die Bafin ein Aufsichtsproblem hat, wissen wir schon lange.” Das hätte den Finanzminister interessieren müssen.

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