Neues Deutschland: nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern

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Kanzlerin Angela Merkel sieht nach dem erneuten
Einzug der NPD in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern den Kampf
gegen die Nazipartei als einen »langwierigen Prozess«. Wie wahr! Ein
endloser Kampf geradezu, würde er von allen so geführt wie von der
CDU. Als Akteur gegen Nazis jedenfalls treten die Christdemokraten
nicht in Erscheinung. Ist ja auch keine Zeit dafür da, neben der
Lieblingsbeschäftigung der Union: Linke verteufeln. Doch genau die
sind es, die wohl dafür gesorgt haben, dass es im Nordosten
wenigstens den – Zitat Angela Merkel – »leichten Hoffnungsschimmer«
gibt, dass die NPD prozentual schlechter als vor fünf Jahren
abgeschnitten hat. Initiativen wie die antifaschistische Kampagne
»Wake Up Stand Up«, die auf einer Ochsentour durchs Land in die
rechten Hochburgen gingen, demonstrierten, informierten und den
Nazi-Wahlkampf störten. Solche Anstrengungen sind nun von allen
gefordert, soll die NPD zurückgedrängt werden: Den Nazis den Raum
nehmen, kontinuierlich und aktiv vor Ort. Insbesondere dort, wo sich
die rechten Strukturen bereits verfestigt haben. Das erfordert Zeit,
Geld und vor allem Mut, wie die schier endlose Serie von rechten
Attacken auf linke Einrichtungen und Büros der demokratischen
Parteien vor der Wahl gezeigt hat. Nur so, mit Engagement im Alltag,
ist dieser langwierige Prozess zu bewältigen – nicht mit ein paar
opportunistischen Kanzlerinnen-Worten.

Pressekontakt:
Neues Deutschland
Redaktion / CvD

Telefon: 030/2978-1721

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