neues deutschland: Nahost-Experte Tilgner: Die Politik der Interventionen ist gescheitert

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Der Westen wird sich nach Ansicht von Ulrich
Tilgner aus der arabischen Welt zurckziehen. Der langjährige
Nahost-Korrespondent begründet im Interview für die Tageszeitung
„neues deutschland“ (Mittwochausgabe), warum Interventionen im Nahen
und Mittleren Osten nicht von Erfolg gekrönt waren und sind. „Es ist
ein Kernproblem der Politik zu glauben, mit der Anhäufung und dem
Einsatz von Waffen Probleme lösen zu können.“

Hinsichtlich des Bürgerkrieges in Syrien befürchtet er eine
Fragmentierung des Landes in sunnitische, kurdische und christliche
Regionen und ein Erstarken der Warlords. Der Journalist fordert zudem
den Westen nachdrücklich auf, sich für einen palstinensischen Staat
einzusetzen und dabei nicht nur mit Israel und der PLO, sondern auch
mit der Hamas zu verhandeln.

Tilgners Empfehlung für die westliche Politik im Nahen und
Mittleren Osten wie auch in Afrika lautet, das Bündnis mit der jungen
Generation und den Trägern zukünftiger Modernität in diesen Ländern
zu suchen, statt sich immer wieder auf die Seite von „merkwürdigen
Herrschern“ zu schlagen wie dem saudischen König, dem jordanischen
König, dem König von Marokko oder anderen autoritären Herrschern in
Afrika.

Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715

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