NOZ: Junge Union fordert europaweiten Wehr- oder Zivildienst für alle jungen Europäer

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Junge Union fordert europaweiten Wehr- oder
Zivildienst für alle jungen Europäer

„Bis zu 24 Monate für Frauen und Männer“ – Vorsitzender Ziemiak:
Wir brauchen eine Verteidigungsunion

Osnabrück. Die Junge Union (JU) fordert den Aufbau einer
„schlagkräftigen europäischen Verteidigungsunion“ und setzt sich nach
Informationen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag) dabei für
eine europaweite Dienstpflicht für Frauen und Männer ein. „Jeder
Jugendliche soll für mindestens neun, maximal 24 Monate in einem
europäischen Land einen Wehr- oder Zivildienst leisten“, heißt es in
einem Vorstandspapier, das der „NOZ“ vorliegt. Es soll an diesem
Samstag in Oldenburg auf dem Deutschlandrat der
Unions-Nachwuchsorganisation beschlossen werden.

„Das Bekenntnis zu einer Europäischen Verteidigungsunion umfasst
die Bereitschaft, nationale Kompetenzen zugunsten der europäischen
Ebene abzugeben“, betont der JU-Vorstand in der Beschlussvorlage.
Laut JU-Chef Paul Ziemiak könnte die allgemeine europäische
Dienstpflicht „ein wichtiger Schritt in diese Richtung“ sein.

„Es bedarf großer Anstrengungen, die junge Generation Europas
zusammenzuführen, Gemeinsamkeiten zu vermitteln, Vorurteile
abzubauen, um somit Populismen den Boden zu entziehen“, heißt es dazu
in dem Papier weiter. Europa sei durch das Erasmus-Programm für die
überwältigende Mehrheit von Studenten seit Langem „gelebte Einheit in
Vielfalt“. Es sei nun „höchste Zeit, diese Idee des Austauschs für
alle Ausbildungsebenen zu öffnen“.

Der 24-köpfige JU-Vorstand und knapp 50 weitere Delegierte werden
auf dem Kongress in Oldenburg unter anderem mit
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und dem
CDU-Spitzenkandidaten bei der Niedersachsen-Wahl 2018, Bernd
Althusmann, über Sicherheitspolitik diskutieren. Wie von der Leyen
plädiert die 110 000 Mitglieder starke Nachwuchsorganisation dafür,
dass Deutschland international mehr Verantwortung übernehmen müsse.
Den sogenannten Parlamentsvorbehalt für Auslandseinsätze – also die
Zustimmung des Bundestags in jedem einzelnen Fall – will die Junge
Union abschaffen. Nötig seien „Vorratsbeschlüsse“ für internationale
Truppeneinsätze.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabr?cker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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