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Arbeitgeber warnen vor Jobverlusten im
öffentlichen Dienst

VKA-Präsident Böhle: Gewerkschaftsforderungen addieren sich auf
bis zu elf Prozent – Start der Tarifrunde

Osnabrück. Die Arbeitgeber warnen zum Auftakt der an diesem Montag
beginnenden Tarifverhandlungen für die 2,3 Millionen
Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen vor Stellenverlusten im
öffentlichen Dienst. Thomas Böhle, Präsident der Vereinigung der
kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) sagte der „Neuen Osnabrücker
Zeitung“ (Montag): „Ein Beschäftigter, dessen Tätigkeit ausgegliedert
oder privatisiert wird, hat nichts von einem Elf-Prozent-Lohnplus.
Wir möchten aber alle Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst halten.“

Böhle erläuterte, das von den Gewerkschaften verlangte Plus von
mindestens 200 Euro im Monat bedeute in einer niedrigen Entgeltgruppe
ein wesentlich höheres Plus als die ansonsten geforderten sechs
Prozent. „In der Spitze läge das Lohnplus bei über elf Prozent. Der
Mindestbetrag verteuert vor allem die Entgeltgruppen, bei denen der
öffentliche Dienst schon jetzt kaum noch wettbewerbsfähig ist.“

Als Beispiele für Entgeltgruppen mit hohem Kosten- und
Wettbewerbsdruck nannte Böhle die Servicebereiche in Krankenhäusern,
Hilfs- und Betreuungskräfte in Pflegeeinrichtungen, die
Bodenverkehrsdienste an Flughäfen sowie die Entsorgungswirtschaft und
den Nahverkehr. In diesen Bereichen liegen die Tariflöhne des
Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst nach Angaben des
VKA-Präsidenten schon jetzt in der Regel über den Gehältern der
privaten Konkurrenten. „Wenn hier weiter überproportional
draufgesattelt wird, wird sich die Situation noch verschärfen“,
warnte Böhle.

Der Verhandlungsführer kündigte „zügige und konstruktive
Verhandlungen“ an. Er beklagte zugleich, die Forderungen der
Gewerkschaften erschwerten das leider. „Die Steuereinnahmen der
Kommunen steigen zwar – erwartet wird 2018 ein Plus von 4,1
Milliarden Euro. Die Forderungen der Gewerkschaften haben aber allein
für dieses Jahr ein Volumen von 6,5 Milliarden Euro.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

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