NOZ: NOZ: Tötung von 560.000 gesunden Putenküken in Niedersachsen war rechtens

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Tötung von 560.000 gesunden Putenküken in
Niedersachsen war rechtens

Tiere wegen Exportproblemen vergast oder geschreddert –
Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Osnabrück. Die Tötung von fast 560.000 gesunden Putenküken bleibt
für eine Reihe von Brütereien in Niedersachsen ohne strafrechtliche
Konsequenzen. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Montag) berichtet,
hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg die Ermittlungen eingestellt.
Die Unternehmen hatten die kerngesunden Tiere auf dem Höhepunkt des
Vogelgrippeausbruchs im Winter 2016/2017 vergast oder geschreddert.
Die Küken konnten aufgrund von Beschränkungen nicht wie geplant ins
Ausland exportiert werden. Hierzulande fehlte es an Ställen zur
Aufzucht.

Die Brütereien töteten die Tiere und beriefen sich dabei auf den
sogenannten „vernünftigen Grund“, den das Tierschutzgesetz für die
Tötung von Wirbeltieren einfordert. Den Betrieben wäre ansonsten ein
wirtschaftlicher Schaden entstanden. Der damalige
Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) hegte Zweifel an
dieser Begründung und ließ die Staatsanwaltschaft einschalten. Nach
mehrmonatigen Ermittlungen bestätigt die Anklagebehörde jetzt
allerdings die Rechtsauffassung der Unternehmen. Wirtschaftliche
Nachteile entsprächen einem gesetzlich geforderten vernünftigen
Grund.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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