NOZ: Verbraucherzentralen zu Patientenberatung: Krankenkassen nicht mehrüber Träger entscheiden lassen

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Verbraucherzentralen zu Patientenberatung:
Krankenkassen nicht mehr über Träger entscheiden lassen

Sorge um Neutralität der Beratung – Vzbv-Chef Müller: Bedenken
sauber klären

Osnabrück. In der Auseinandersetzung über die Neutralität der
Unabhängigen Patientenberatung (UPD) hat der Verbraucherzentrale
Bundesverband (Vzbv) eine Neuordnung des Vergabeverfahrens gefordert.
Im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Vzbv-Chef Klaus
Müller: „Um in Zukunft Neutralität zu gewährleisten, sollte die
Unabhängige Patientenberatung nicht mehr wie bisher durch den
Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) vergeben werden,
sondern durch das Bundesgesundheitsministerium oder das
Bundesversicherungsamt.“

Der Hintergrund: Wegen des jüngsten Verkaufs der einzigen
Beratungsstelle für Patienten mit gesetzlichem Auftrag an das
gewinnorientierte Unternehmen Careforce, stellen Patientenschützer
und Oppositionspolitiker die Unabhängigkeit und Qualität der Beratung
in Frage. Müller fordert, die Bedenken ernst zu nehmen und sauber zu
klären. „Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten von der
Unabhängigen Patientenberatung das, was der Name verspricht:
unabhängige Informationen und Beratung“, betonte er.

Verbunden mit dem Betrieb der UPD sind Fördergelder aus dem Topf
der gesetzlichen Krankenkassen in Höhe von jährlich neun Millionen
Euro.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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