Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Bilanz des Bildungspakets

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Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Diese
Faustregel gilt nicht zuletzt für eine sozialpolitische Innovation
der schwarz-gelben Koalition unter Federführung der Sozialministerin.
Vor zwei Jahren wurde das „Bildungspaket“ unter heftigen Geburtswehen
auf die Welt gebracht. Das Ziel war absolut richtig: die Förderung
sozial benachteiligter Kinder. Mehr denn je sind Bildung und Teilhabe
die entscheidende Grundlage für den gesellschaftlichen Aufstieg. In
der Praxis allerdings ist von den hehren Zielen wenig übrig
geblieben. Ministerin Ursula von der Leyen versuchte zwar nach
Kräften, ihre Zwischenbilanz als Erfolg schönzureden. Doch die Zahlen
sprechen für sich: Über 160 Millionen Euro gehen allein für die
Verwaltung weg. Und von den 350 Millionen Fördermitteln im Topf wird
nur etwas mehr als die Hälfte abgerufen. Zu viele Eltern sind noch
immer kaum informiert. Folge: Die Wirkung verpufft weitgehend. In der
jetzigen Form ist das Bildungspaket wenig mehr als eine kostspielige
Mogelpackung. Da wäre Nachhilfe angesagt.

Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Jan-Peter Schröder
Telefon: +49 (0381) 365-439
jan-peter.schroeder@ostsee-zeitung.de

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