Ostsee-Zeitung: Thüringens Linken-Fraktionschef Ramelow: Papst-Rede zuhören/ Der Protestant warnte die Linke, zu einer laizistischen Partei zu werden.

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Berlin. Der Chef der Linksfraktion im Thüringer
Landtag Bodo Ramelow hat einen respektvollen Umgang seiner Partei mit
Papst Benedikt XVI. angemahnt. „Man kann Auffassungen des Papstes
kritisieren, doch wenn er als Gast des Bundestages auftritt, muss er
respektvoll empfangen werden“, sagte der Linken-Politiker, der auch
bekennender Protestant ist, der „Ostsee-Zeitung“ (Freitag). Ramelow
wird sich dagegen die Papst-Rede am Donnerstagnachmittag von der
Besuchertribüne des Bundestages aus anhören. Zu seiner Begleitung
werden auf Einladung der Links-Fraktion der Vorsitzende des
Zentralrates der Muslime in Deutschland Aiman A. Mazyek, der Rektor
des jüdischen Abraham-Geiger-Kollegs Walter Homolka und die frühere
Erfurter Pröpstin Elfriede Begrich. Auf die Frage, ob er das
Fernbleiben einiger Linken-Kollegen für kleinkariert halte, sagte
Ramelow: „Nein, ehrlich.“

Zugleich warnte Ramelow seine Partei davor, zu einer laizistischen
Partei zu werden. Sollte ein entsprechender Antrag auf dem Erfurter
Parteitag angenommen werden und sollte in der Linken kein Platz mehr
für Christen, Muslime oder Juden sein, werde er die Partei verlassen,
kündigte Ramelow an.

Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Jan-Peter Schröder
Telefon: +49 (0381) 365-439
jan-peter.schroeder@ostsee-zeitung.de

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