OV: MEINE MEINUNG: Ein Schritt auf dem Weg

Von Dirk Dasenbrock

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Was lange währt. Im Juli 1995 geschah in Srebrenica
in Bosnien-Herzegowina das schlimmste Kriegsverbrechen seit Ende des
Zweiten Weltkriegs. Serbische Truppen unter dem Kommando von Ratko
Mladic ermordeten in einer UN-Schutzzone 8000 Muslime. Zur ewigen
Schande von Mladic und Serbien, zur Schande aber auch der
Blauhelm-Schutztruppe, die das Massaker tatenlos geschehen ließen.
Die Täter vergruben tausende Leichen in Massengräbern. Es ist auch
längst erwiesen, dass die Verbrechen nicht spontan erfolgten, sondern
systematisch geplant und durchgeführt wurden. Es hat lange gedauert,
den Verantwortlichen dingfest zu machen. 16 Jahre sind eine lange
Zeit. Mladic hatte – und hat – viele Sympathisanten, Ewig-Gestrige,
die immer noch den blutigen Traum eines Groß-Serbien träumen.
Ausgeträumt.

Jetzt besteht Hoffnung, dass Serbien sich Europa annähert. Die
Verhaftung wird von der EU belohnt werden. Hindernisse auf dem Weg in
die Union gibt es noch genug. Fraglich ist bis heute, ob Serbiens
Justiz und Polizei wirklich unabhängig operieren können, unabdingbar
für wahrlich demokratische Verhältnisse. Und dann ist da noch der
Kosovo. Für viele Serben bis heute kein selbstständiger Staat,
sondern auf ewig ein Teil von Serbien. Dies ist die Stunde der
Diplomaten.

Pressekontakt:
Oldenburgische Volkszeitung
Uwe Haring
Telefon: 04441/9560-333
u.haring@ov-online.de

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