„Papa, wir müssen mehr den Klimaschutz unterstützen“

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Vater kreiert mit „Greta“ ein Veggie-Likör – Klimaschutz in Flaschenform
 

Freitags trifft man sich, um zu demonstrieren. Ein Ritual, was bei Noah bereits zum
Alltag zählt, wie das tägliche Frühstück. Aber demonstrieren reichte dem 15-jährigen
nicht mehr. Er wollte ebenfalls ein Zeichen setzen – er wollte handeln. Noahs Vater ist
Geschäftsführer einer traditionsreichen Brennerei im Sauerland. Für kreative Ideen sind
Krugmann Markenspirituosen im deutschsprachigen Raum bekannt. „Ich habe meinen
Vater eines Abends bei den Nachrichten, als über Greta Thunberg berichtet wurde, einfach
gefragt, warum man nicht einen Schnaps kreiert, der den Klimaschutz unterstützt?“,
erzählt Noah. Zuhause im beschaulichen Herscheid, einer kleinen Gemeinde
im südlichen Sauerland, sieht er die Ausmaße des Klimawandels aktuell praktisch
„braun auf grün“. „Bei uns im Sauerland sind die Sommer mittlerweile so trocken, dass
die Fichten im Wald verdorren. Der Borkenkäfer beschleunigt den schleichenden Tod
von Fichtenschonungen noch“. Viel gelesen habe er über das Thema. Hat sich in Zeitungen
und im Internet informiert. „Komischerweise reagieren Menschen erst immer,
wenn die Schäden tatsächlich sichtbar werden.“
Stefan Petersen fand das Engagement seines Sohnes und auch dessen Idee sofort gut.
Aus der Idee wurde ein Projekt – aus dem Projekt wurde ein Likör: Greta. Ein fruchtiger
Likör aus Erdbeeren, Johannisbeeren und Himbeeren. Geschmacklich abgestimmt vom
Brennmeister in Meinerzhagen persönlich. „Hier durfte ich allerdings nur einmal nippen“,
schmunzelt Noah, „mehr hat mein Vater dann doch nicht erlaubt“. Abgefüllt wird
die tiefrote Flüssigkeit in Glasflaschen. Neben der großen 700 ml-Flasche ist das ganze
auch in Party-Größe mit 20 ml zu haben.
„Natürlich mussten die Flaschen auch noch ein pfiffiges Etikett bekommen“, erklärt
Noah begeistert, dass er am Kreativprozess wiederum schon beteiligt wurde. So durfte
er bei der Entstehung der Grafik mit dabei sein. „Echt der Wahnsinn, wenn man sich
aus so vielen Entwürfen dann tatsächlich für ein Etikett entscheiden muss.“ Letztlich hat
auch Greta’s Konterfei das Rennen gemacht.
Das Produkt war das eine. Aber letztlich soll damit auch Geld verdient werden, um aktiv
Projekte für den Klimaschutz zu unterstützen. Auch an dieser Stelle waren sich Vater
und Sohn schnell einig: von jedem verkauften Produkt soll ein Anteil in ein Waldprojekt
fließen. „Sozusagen eine karitative Waldbepflanzung.
Greta ist nun auf dem besten Weg eine Getränkemarke zu werden. Denn, und das hat
Noah bei seinem Projekt auch gelernt, jede gute Idee muss geschützt werden. „Letztlich sollen viele Flaschen verkauft werden, damit viele neue Bäume gepflanzt werden können.“

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