Green Value SCE Genossenschaft über das Abschlachten von bedrohten Flughunden auf Mauritius

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Suhl, 29.11.2018. „Mauritius will Tausende von Flughunden töten. Damit droht die Ausrottung der Tierart. Das muss verhindert werden“, schließen sich die Verantwortlichen der europäischen Genossenschaft Green Value SCE einer internationalen Petition an. Das Abschlachten hat bereits Tradition auf Mauritius: So ließ die Regierung von Mauritius will bereits 2015 und 2016 Tausende Flughunde umbringen. Ursprünglich plante man 2015 20.000 Tiere abzuschießen – es wurden knapp 31.000. 7380 Flughunde fielen 2016 Flinten zum Opfer. Angeblich fressen sie den Obstbauern die Ernte weg. „Der Abschuss von geplanten weiteren 13.000 Tieren könnte zum Aussterben der Spezies führen, befürchten Fachleute“, so Green Value SCE. Studien zufolge lebten 2015 auf Mauritius knapp 100.000 Exemplare der Art „Pteropus Niger“.

Abschlachten durch nichts zu rechtfertigen
„Dabei scheint man zu übersehen, dass das biologische Gleichgewicht auf einer Insel sehr viel sensibler ist, Eingriffe hier also schnell unvorhersehbare Folgen haben können“, erklären die Verantwortlichen der Green Value SCE Genossenschaft. Tierschützer kämpfen daher zurecht gegen die geplante Tötungsaktion. „Das Abschlachten ist durch nichts zu rechtfertigen“, sagt Vikash Tatayah von der Mauritian Wildlife Foundation. Auf im Hinblick auf die Argumente der Regierung,
Scharen von „Fruit bats“ fräßen den Obstbauern die Mangos und Litschis von den Bäumen und von daher müsse die Zahl der Tiere weiter reduziert werden, regt sich Widerstand: So widerlegt eine Studie der University of Bristol die Behauptung, die Flughunde seien für schlechte Ernten der Obstbauern verantwortlich. Vielmehr trügen sie lediglich zu 11 Prozent zum Verlust bei. Schlimmer sei, dass die Bauern ihre Obstgärten schlecht bewirtschaften. „Die Verantwortlichen der Green Value SCE Genossenschaft: Es würde schon helfen, Netze gegen die Vögel zu spannen, so die Studie.“

Flughunde auf Mauritius: Spezies potentiell gefährdet
„Dass die erneute Maßnahme dazu beitragen könnte, die Spezies der Flughunde auf Mauritius generell zu gefährden, darauf weisen Mauritian Wildlife Foundation und die Weltnaturschutzunion IUCN hin“, erklären die Verantwortlichen der Green Value SCE vorantreiben. Diese haben eine rote Liste erstellt, wonach die Tötungskampagnen dazu beigetragen haben, dass Flughunde als bedroht (endangered) gelten und nicht mehr lediglich als „verwundbar“ (vulnerable) geführt werden. Ein Zyklon oder längere Trockenheit könnten nach deren Einschätzung genügen, die gesamte Population auszulöschen. „Übersehen würde dabei auch, dass Flughunde ähnlich unseren deutschen Schmetterlingen und vielen Vogelarten, mit einer Flügelspannweite von 80 Zentimetern Blüten bestäuben und Samen verbreiten. Die Spätfolgen der geplanten Jagd könnten also viel schlimmer ausfallen als derzeit vermutet“, erklären die Verantwortlichen der Green Value SCE Genossenschaft abschließend.

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