“Rhein-Neckar-Zeitung” (Heidelberg) zu Moria/Flüchtlingspolitik

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Moria, das ist das Symbol einer gescheiterten europäischen Flüchtlingspolitik: 12.600 Menschen lebten in einem völlig überfüllten Camp, das gerade einmal für 2800 vorgesehen ist. Sie hausten in Zelten und Holzverschlägen, die hygienischen Bedingungen waren eine Katastrophe, oft mussten Bewohner stundenlang für Essen anstehen. Internationale Beobachter zeigten sich erschüttert angesichts der Zustände. Und all das geschah mitten in Europa – weil die reiche EU mit ihren 450 Millionen Einwohnern nicht in der Lage war, ein paar Tausend Migranten zu verteilen. So wurde Moria zur moralischen Bankrotterklärung eines Kontinents.

Auch Deutschland trägt daran eine Mitschuld. Auch hier hatte man das Problem lange hingenommen und schlicht ignoriert. Viele Bundesländer und Kommunen hatten sich in der Vergangenheit zwar bereit erklärt, Flüchtlinge aufzunehmen – doch Horst Seehofer hatte dem stets eine Absage erteilt. Das war schon damals unverständlich. Jetzt ist seine Verweigerung schlicht zynisch. Wenn Europa – und Deutschland – es ernst meint mit seinen vielbeschworenen Werten, dann muss es die Flüchtlinge aufnehmen. Jetzt, nicht irgendwann.

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