“Rhein-Neckar-Zeitung” (Heidelberg) zur Kolonialismus-Debatte

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Am Vorabend des Ersten Weltkriegs besaß Deutschland das viertgrößte Kolonialreich der Erde. Dennoch ist dieses Thema im öffentlichen Bewusstsein bis heute erstaunlich wenig präsent. Wieviel Prozent der Deutschen wissen schon viel über den Völkermord an den Herero und Nama ab 1904, immerhin den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts? Wer kennt den Maji-Maji-Krieg im ehemaligen Deutsch-Ostafrika? Das Thema muss verstärkt in Schulen und Universitäten, in Museen, Ausstellungen und Fernseh-Dokumentationen. Dass es bisher eher stiefmütterlich behandelt wurde, könnte auch daran liegen, dass die Bundesregierung bis heute Entschädigungszahlungen an die Herero und Nama ablehnt – und womöglich Debatten über die Rückgabe von Beutekunst vermeiden will. So vorbildlich die deutsche Erinnerungskultur in anderen Bereichen auch ist – beim Thema Kolonialismus gibt es auch hierzulande noch viel aufzuarbeiten.

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