Rheinische Post: Akademie für Islam kritisiert Reform des Islamunterrichts in NRW

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Nach den vier großen Islamverbänden sieht auch
die Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft kritische
Punkte in den Reformplänen für den islamischen Religionsunterricht in
NRW. “Die Kommissionslösung ist keine wirkliche Lösung, sondern eine
Veränderung des Übergangsmodells”, sagte Akademie-Geschäftsführer Jan
Felix Engelhardt der Düsseldorfer “Rheinischen Post” (Dienstag): “Es
schafft keinen echten Religionsunterricht, weil weiterhin ein
Ansprechpartner als Religionsgemeinschaft fehlt.” An die Stelle des
bisherigen Beirats soll nach dem Willen von CDU und FDP eine
Kommission treten, in die jede landesweit organisierte,
verfassungstreue muslimische Organisation Vertreter entsenden kann.
“Wenn die vier großen Verbände in der Kommission dieselbe Stimme
haben wie kleine, unbekannte Vereine, ist das demokratietheoretisch
bedenklich”, so Engelhardt.  Zwar wäre der Staat durch die
Kommission nicht mehr abhängig von einigen wenigen Organisationen.
“Doch dieses Modell darf nicht als Instrument verstanden werden, mit
dem eine politisch gewünschte Liberalisierung des Islams forciert
wird”, warnte Engelhardt. Das entspräche nicht der Gemeindestruktur
in NRW, “ob die Landesregierung darauf abzielt oder nicht”. In einer
Anhörung werden sich am Dienstag Sachverständige im Landtag zum Umbau
des islamischen Religionsunterrichts äußern.

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