Rheinische Post: Arbeitnehmerflügel der Union widerspricht Wirtschaftspolitikern von CDU/CSU: Rente mit 63 muss kommen

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Der Arbeitnehmerflügel der Union hat
Forderungen der Wirtschaftspolitiker von CDU/CSU nach einer
Verschiebung der Rente mit 63 und anderen Koalitionsvorhaben scharf
kritisiert. „Statt die Schlachten von gestern zu schlagen, sollten
sich unsere Wirtschaftspolitiker mal Gedanken darüber machen, wie sie
unsere Wirtschaft durch Bürokratieabbau entlasten können“, sagte
Karl-Josef Laumann, Chef der Christlich-Demokratischen
Arbeitnehmerschaft (CDA), der in Düsseldorf erscheinenden
„Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). „Ohne die Rente mit 63 hätte
es auch die Erhöhung der Mütterrenten nicht gegeben, denn die hätte
die SPD dann nicht mitgemacht“, sagte Laumann. „Die höhere
Mütterrente hat die Union ihren Wählern versprochen, auch die CSU.“
Dass der Mindestlohn komme, betreffe für exportorientierte Industrie
ohnehin nicht, sagte Laumann. Zuvor hatten der Chef des
Bundestags-Wirtschaftsausschusses, Peter Ramsauer (CSU), und andere
Wirtschaftspolitiker der Union angesichts der Konjunktureintrübung
für eine Verschiebung der Rente mit 63, des Mindestlohns und anderer
Vorhaben plädiert. Auch der Chef-Haushälter der Union, Norbert
Barthle, wies die Vorstöße der Wirtschaftspolitiker seiner Fraktion
zurück. „Ich rate allen, jetzt nicht wegen der Konjunkturdelle gleich
über zu reagieren und alle möglichen Einsparungen vorzuschlagen“,
sagte Barthle der Zeitung. „Wir schaffen die ,schwarze Null´ auch bei
geringeren Wachstumsraten, wenn wir jetzt Haushaltsdisziplin zeigen
und keine neuen Ausgaben beschließen“, sagte der CDU-Politiker.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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