Rheinische Post: Handwerkspräsident fordert für Ausbildungsoffensive Milliarden-Hilfe vom Bund

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Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer will
dem Nachwuchsmangel im Handwerk mit einer Ausbildungsoffensive
begegnen. Dafür fordert er von der Bundesregierung eine finanzielle
Unterstützung vergleichbar dem 22 Milliarden Euro schweren
Hochschulpakt. „Wir brauchen jetzt einen Berufsbildungspakt. Nur mit
einem dem Hochschulpakt gleichwertigen Programm für die berufliche
Bildung können wir auch eine gleichwertige Attraktivität der
Bildungsgänge erreichen“, sagte Wollseifer der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Der
Handwerkspräsident plant auch eine Werbekampagne. „An Gymnasien darf
nicht nur für die akademische Laufbahn geworben werden.“ Die
Karrierechancen in der beruflichen Bildung müssten Lehrern, Eltern
und Schülern deutlicher gemacht werden. „Dieser Teil des
Bildungspaktes kostet kein Geld – ist aber entscheidend, da zuletzt
58 Prozent eines Jahrgangs an die Uni strebten“, sagte Wollseifer. Er
verwies darauf, dass das Handwerk „seit Jahren rund 20.000
Ausbildungsplätze pro Jahr“ nicht besetzen könne. Immer mehr
Jugendliche würden in die Hörsäle gelockt und bemerkten zu spät, dass
dies nicht „ihr Ding“ sei.

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