Rheinische Post: Innenminister beratenüber Millionen-Gebühren für Polizei-Einsätze in Fußballstadien

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Der Profifußball in Deutschland könnte künftig
für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen zur Kasse gebeten werden.
Mit einem entsprechenden Vorstoß aus Bremen befassen sich die
Innenminister von Bund und Ländern bei ihrer an diesem Mittwoch in
Kiel beginnenden Konferenz. Nach einem Bericht der Düsseldorfer
„Rheinischen Post“ (Mittwoch) geht es laut Konferenz-Vorlage darum,
„eine bundesweite Fondslösung zu etablieren, in die der Profifußball
einzahlt und aus dem Bund und Länder einen Teil ihrer Polizeikosten
refinanziert bekommen“. Wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) den Fonds
bestücke, müsse sie „im Innenverhältnis klären“. In einer
Musterberechnung kommt Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) am
Beispiel der Saison 2017/18 auf 35 bis 40 Millionen Euro, die allein
für den personellen Mehraufwand bei Hochrisikospielen entstehen. Eine
solche Gebühr hatte das Bundesverwaltungsgericht auf Bremer Betreiben
für grundsätzlich möglich erklärt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP)
sieht den Vorstoß kritisch. „Das Gewaltproblem im Fußball wird nicht
durch Gebührenbescheide gelöst“, sagte GdP-Chef Oliver Malchow der
Redaktion. Auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) erklärte, es
werde „kein einziger Hooligan der Gewalt abschwören, nur weil wir
seinem Verein in Zukunft eine Rechnung schicken“.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2627

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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