Rheinische Post: VZBV-Chef Müller fordert Sanktionen bei der Bahn wegen Unpünktlichkeit

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Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus
Müller hat den Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG aufgefordert, bei
Verstößen gegen die Pünktlichkeitsziele künftig Sanktionen gegen die
Verantwortlichen im Konzern zu verhängen. „Der Aufsichtsrat muss
endlich klare Ziele in puncto Pünktlichkeit und Qualität setzen.
Werden diese Ziele nicht erreicht, muss er Sanktionen verhängen und
durch eine Trennung von Netz und Betrieb mehr Wettbewerb erreicht
werden“, sagte Müller der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Samstag).
Die Bahn wird ihr Pünktlichkeitsziel im laufenden Jahr deutlich
verfehlen. Ein wichtiger Grund dafür sind zu hohe Einsparungen und zu
geringe Investitionen in den vergangenen Jahren. Am Donnerstag war
zudem bekannt geworden, dass nur jeder fünfte ICE derzeit voll
funktionsfähig ist. Der Chef des Bundesverbandes Verbraucherzentrale
(vzbv) machte dafür auch die Bundesregierung verantwortlich. „Die
Bundesregierung schafft es bisher nicht, die Deutsche Bahn fit für
die Verkehrswende zu machen“, sagte Müller. „Für Bahnreisende sind
Störungen und Verspätungen schon fast der Normalzustand“, sagte der
vzbv-Chef. „Das macht Bahnreisen für Verbraucherinnen und Verbraucher
zur Belastung. Die Bahn ist dadurch als Verkehrsmittel wenig
attraktiv“, sagte Müller.

Pressekontakt:
Rheinische Post
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