Rheinischer Präses Latzel: Flutkatastrophe Anlass zur Umkehr

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Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, hat als Konsequenz aus der Flutkatastrophe vom Juli zu einer Änderung des Lebensstils aufgerufen. „Wir können keine Weiße-Kragen-Theologie mehr machen, distanziert über Sachverhalte sprechen“, sagte Latzel der Kölnischen Rundschau (Dienstagausgabe): „Wenn wir jetzt über den Klimawandel reden, dann hat er ein Gesicht für uns.“ In dieser Situation könne die Kirche dazu beitragen, dass die Erkenntnisse über den Klimawandel haben zu einer Verhaltensveränderung führen. „Theologisch spreche ich da von Umkehr, Sinneswandel“, so der oberste Geistliche der mit 2,4 Millionen Mitgliedern zweitgrößten deutschen Landeskirche.

Dabei gehe es aber um eine Hoffnungshaltung, nicht um ein Angstszenario, betonte Latzel. „Als Kirche können wir nicht einfach immer weiter nur Texte zum Thema Schöpfung veröffentlichen. Wir müssen direkt an der Seite der Menschen stehen, die sich engagieren. Und an der Seite derer, die betroffen sind. Auch dann noch, wenn die Katastrophenhelfer abgezogen wurden.“

Latzel kündigte in dem Interview auch eine Studie an, mit der die rheinische Landeskirche Fälle von sexualisierter Gewalt in ihrem Zuständigkeitsbereich aufarbeiten wolle. „Zurzeit laufen dafür fünf regionale Projekte, die hoffentlich bald abgeschlossen sind und als Muster für weitere dienen.“ Zudem beteilige man sich an einer Studie der EKD.

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Kölnische Rundschau
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