Die Öffentlich-Rechtlichen stehen so stark in
der Kritik wie lange nicht mehr, und das fast überall. In der Schweiz
scheiterte erst im März eine Initiative zu ihrer Abschaffung, in
anderen Ländern gibt es ähnliche Forderungen. Auch in Deutschland
sind ihre Verteidiger in die Defensive geraten. Aber was würde
eigentlich ohne öffentlich-rechtlichen Rundfunk geschehen? Das
Programm würde vollkommen an das werbefinanzierte Privatfernsehen
fallen – und damit in die Hände einiger weniger Medienmogule. Würden
sie mehr Informationen und investigativen Journalismus bringen?
Wahrscheinlich nicht.
Allerdings haben die Karlsruher Richter auch den Sendern einen
Auftrag mit auf den Weg gegeben: Sie sollen sachlich informieren und
nicht auf Einschaltquoten schielen. Bevor sie allzu sehr feiern,
sollten sich die Senderchefs das zu Herzen nehmen. Denn sie müssen
nicht nur Richter überzeugen, sondern auch ihre Zuschauer.
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Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
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