RTL/n-tv-Trendbarometer / Forsa-Aktuell: Höchste Kompetenzwerte für Landesparteien: CSU in Bayern, CDU in Rheinland-Pfalz, Grüne in Baden-Württemberg, SPD in Hamburg

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Politische Stimmung weitgehend unverändert

Würde der Bundestag jetzt neu gewählt, könnten die Parteien im
aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer mit einem weitgehend ähnlichen
Ergebnis wie in der Vorwoche rechnen. Die Union bliebe mit
unveränderten 27 Prozent stärkste politische Kraft und läge weiterhin
drei Prozentpunkte vor den Grünen mit ebenfalls unveränderten 24
Prozent. Um den dritten Platz konkurrieren SPD und AfD mit jeweils 13
Prozent. Für die SPD bedeutet das keine Veränderung, während die AfD
im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt gewinnt. Die FDP kommt
auf 9 Prozent (ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche), die Linke
auf 7 Prozent (ein Minus von einem Prozentpunkt). 7 Prozent (ein
Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche) würden eine der sonstigen
Parteien wählen. 20 Prozent würden gar nicht wählen oder sind
unentschlossen, welcher Partei sie ihre Stimme geben würden.

Keine Veränderung bei der Einschätzung der politischen Kompetenz
der Bundesparteien

Im Vergleich zur Vorwoche ist im RTL/n-tv-Trendbarometer auch die
Einschätzung der Kompetenzen der Parteien auf Bundesebene
unverändert. Weiterhin trauen 19 Prozent der Union, 16 Prozent den
Grünen, 4 Prozent der SPD und 10 Prozent einer der anderen Parteien
zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig werden zu
können. Die Hälfte der Bundesbürger (51%) aber traut keiner Partei
politische Kompetenz zu.

Diese Einschätzung der politischen Kompetenz der Parteien auf
Bundesebene ist in allen Bundesländern weitgehend ähnlich. Deutliche
Unterschiede aber finden sich beim Urteil der Bürger über die
politische Kompetenz der einzelnen Parteien im jeweiligen Bundesland

Kompetenzwert für CSU für Bayern 39, für CDU in Thüringen 12
Prozent

So trauen der CSU 39 Prozent der Bayern zu, mit den Problemen im
Freistaat am besten fertig werden zu können. In den Stadtstaaten
Berlin und Hamburg jedoch trauen der CDU vor Ort nur jeweils 10
Prozent politische Kompetenz zu. Für kompetenter als im Bund halten
die Bürger die Unionspartei dagegen im Saarland (33%), in
Nordrhein-Westfalen (27%), in Hessen (26%) sowie in
Schleswig-Holstein und Sachsen (jeweils 23%). Ähnliche Kompetenzwerte
wie die CDU auf Bundesebene erhalten die Landesparteien in
Niedersachsen (21%), Sachsen-Anhalt (20%) und Rheinland-Pfalz (19%).
Geringer ist der Kompetenzwert der CDU vor Ort außer in Berlin und
Hamburg auch in Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg (jeweils
17%) sowie in Brandenburg (15%) und in Thüringen (12%).

Kompetenzwert für SPD in Sachsen und Bayern 3, in Hamburg 30
Prozent

Noch weniger als der Bundes-SPD trauen der SPD in Bayern und
Sachsen politische Kompetenz zu (jeweils 3%). Als wenig kompetent
wird die SPD auch in Baden-Württemberg (4%), Sachsen-Anhalt (5%),
Thüringen (6%), Schleswig-Holstein (7%), Hessen (8%) sowie in Berlin
und Nordrhein-Westfalen (jeweils 9%) bewertet. In
Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland traut mehr als ein Zehntel der
Bürger der SPD zu, die Probleme im Land am besten lösen zu können (13
bzw. 14%). Die höchsten Kompetenzwerte erhält die SPD in
Rheinland-Pfalz und Brandenburg (jeweils 21%), in Niedersachsen (23%)
und in Hamburg (30%).

Kompetenzwert für Grüne in Baden-Württemberg 36, im Saarland und
in Sachsen 5 Prozent

Auch bei der Einschätzung der politischen Kompetenz der Grünen auf
Landesebene zeigen sich deutliche Unterschiede. So ist der
Kompetenzwert der Grünen in Baden-Württemberg mit 36, in
Schleswig-Holstein mit 25 und in Bayern mit 24 Prozent deutlich höher
als der der Bundes-Grünen. Deutlich geringer als die politische
Kompetenz der Grünen auf Bundesebene wird jedoch deren Kompetenz auf
Landesebene in Mecklenburg-Vorpommern (10%), Sachsen-Anhalt (8%),
Brandenburg (7%) sowie im Saarland und in Sachsen (jeweils 5%)
eingeschätzt.

Die AfD wird – auch in den neuen Bundesländern – nur von relativ
wenigen Bürgern als kompetente Partei eingeschätzt. Der Anteil
schwankt zwischen 2 und 7 Prozent. Die Linke wird von
überdurchschnittlich vielen Bürgern in Thüringen und Berlin (14 bzw.
12%) als die Partei angesehen, die mit den Problemen im Land am
besten fertig wird.

Unterschiedlich groß ist in den einzelnen Ländern auch das
Vertrauen, das die Anhänger der CDU bzw. CSU und der SPD zur
Kompetenz „ihrer“ Partei vor Ort haben. Besonders hoch ist das
Vertrauen zur CSU in Bayern (78%) und zur CDU im Saarland (73%),
vergleichsweise hoch auch zu den Christdemokraten in
Nordrhein-Westfalen (64%), Hessen (63%), Niedersachsen (62%) und
Sachsen (61%). Weniger als 40 Prozent der CDU-Anhänger aber trauen
der CDU in Thüringen und Hamburg (jeweils 39%) sowie in Berlin (34%)
politische Kompetenz zu.

Von den SPD-Anhängern trauen nur in zwei Ländern – Hamburg und
Mecklenburg-Vorpommern – mehr als 60 Prozent „ihrer“ Partei
politische Kompetenz zu (65 bzw. 64%). Von den SPD-Anhängern in
Niedersachsen und Brandenburg tun dies rund die Hälfte (50 bzw. 49%).
In allen anderen Bundesländern trauen weniger als die Hälfte der
SPD-Anhänger „ihrer“ Partei zu, die Probleme im jeweiligen Land lösen
zu können. Besonders wenig Vertrauen zur SPD haben deren Anhänger in
Nordrhein-Westfalen (31%), Schleswig-Holstein (26%), Sachsen-Anhalt
(21%) sowie in Baden-Württemberg und Berlin (jeweils 14%).

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL:
„Es bestätigt sich wieder einmal, dass die Bürger sehr genau zwischen
den verschiedenen Politikebenen unterscheiden und ihre
Wahlentscheidungen bei Landes- und Kommunalwahlen keinesfalls bloße
Reflexe auf die politische Großwetterlage sind. Insofern dürfen auch
die im Herbst anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und
Thüringen nicht als –Stimmungstest– für die Bundespolitik gewertet
werden. Es sind vielmehr Urteile über den Zustand der Parteien in dem
jeweiligen Land.“

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/n-tv-Trendbarometer
frei zur Veröffentlichung. Die Daten zur Kompetenz der politischen
Parteien in den Bundesländern wurden vom Markt- und
Meinungsforschungsinstitut forsa vom 25. 6. – 11.7. 2019 im Auftrag
der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 7.930 Befragte (jeweils ca.
500 in jedem Bundesland; mit Ausnahme von Bremen). Statistische
Fehlertoleranz: +/- 4 Prozentpunkte.

Die Daten zur politischen Stimmung wurden von forsa im Auftrag der
Mediengruppe RTL vom 22. – 26. Juli 2019 erhoben. Datenbasis: 2.502
Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

Pressekontakt:
Kommunikation n-tv
Alessia Gerkens
alessia.gerkens@mediengruppe-rtl.de
+49 221 456-74103

Ansprechpartner bei forsa
Dr. Peter Matuschek
+49 30 62882442

Original-Content von: Mediengruppe RTL Deutschland, übermittelt durch news aktuell

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