Saarbrücker Zeitung: Bundeswehrverband fordert Konsequenzen aus Flop um Euro Hawk – Kirsch: Die gesamte Truppe schüttelt den Kopf

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Der Vorsitzende des
Bundeswehrverbandes, Oberst Ulrich Kirsch, hat strukturelle
Konsequenzen aus dem Flop um die Beschaffung der Aufklärungsdrohne
Euro Hawk gefordert. „Die gesamte Truppe schüttelt darüber den Kopf“,
sagte Kirsch der „Saarbrücker Zeitung“ (Donnerstagausgabe). „Das
Geld, das hier fehlinvestiert worden ist, hätten wir an anderer
Stelle gut gebrauchen können.“ Es müsse strukturelle Konsequenzen
aus dem Vorgang geben, darunter ein besseres Controlling bei
Rüstungsprojekten. „Wo, das muss im Zuge der Aufarbeitung dieses
Falles geklärt werden.“ Für persönliche Schuldzuweisungen sei es zu
früh, sagte Kirsch. Jedoch müsse das Bundesverteidigungsministerium
alle Fragen beantworten. Kirsch forderte mit Blick auf die am
Donnerstag erwartete Regierungserklärung von Verteidigungsminister de
Maizière zur Neuausrichtung der Bundeswehr ein Ende der Reformen.
Seit 1990 habe es insgesamt sechs Bundeswehrreformen gegeben. Damit
müsse für längere Zeit Schluss sein, sagte Kirsch. „Die Bundeswehr
ist heute wie eine Schneekugel, in der die Flocken umherwirbeln. Das
muss sich mal setzen.“

Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230

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