Save the Children setzt sich für Ausweitung der Aufnahmekriterien für geflüchtete Kinder aus Griechenland ein

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Die Kinderrechtsorganisation Save the Children begrüßt die Aufnahme von 47 Kindern und Jugendlichen aus den griechischen Flüchtlingscamps in Deutschland als positives Signal, fordert aber nachdrücklich die Erweiterung der Aufnahmekriterien und die Fortsetzung der Aufnahme. „1600 Kinder durch zehn EU-Länder aufzunehmen, das kann nur ein Anfang sein. Kranke Kinder und ihre Familien, unbegleitete Kinder, egal welchen Alters oder Geschlechts, sie alle brauchen dringend Schutz. Niemals darf der jeweilige Schutzbedarf von Menschen gegeneinander aufgewogen werden. Als Kinderrechtsorganisation fordern wir, dass den geflüchteten Kindern in Griechenland ausnahmslos geholfen werden muss – unabhängig von Alter oder Geschlecht. Auch über 14-Jährige sind Kinder und bedürfen unseres Schutzes“, betont Sophia Eckert, Migrations- und Rechtsexpertin bei Save the Children.

Insgesamt leben rund 13.000 Kinder in den Flüchtlingscamps in Griechenland unter schwierigsten Bedingungen. Unter diesen ist eine Gruppe, deren schwierige Situation bisher weitgehend unbeachtet blieb: unbegleitete Jungen, die 14 Jahre und älter sind. Diese Kinder leben aufgrund ihres Alters vorrangig außerhalb der Sicherheitszonen der Camps in Obdachlosigkeit. Dadurch werden sie häufig Opfer von Gewalt und Ausbeutung und es besteht kaum eine Möglichkeit, diese Kinder vor COVID-19 zu schützen.

„Unbegleitete Jungen über 14 Jahren erleben sehr oft Gewalt, auch in sexualisierter Form. Sie sind häufig Opfer von Messerangriffen, leben obdachlos und schlafen im Freien. Meist ist nicht einmal ihre Ernährung gesichert. Der Kriterienkatalog der Bundesregierung für die Aufnahme von geflüchteten Kindern aus Griechenland muss auf Kinder aller Altersstufen ausgeweitet werden. Schutzbedürftigkeit bemisst sich nicht allein nach Alter oder Geschlecht. Alle Mädchen und Jungen verdienen ausnahmslos den gleichen Schutz – egal ob sie sechs oder 16 Jahre alt sind. Das ist zudem in der UN-Kinderrechtskonvention verankert“, so Sophia Eckert.

Über Save the Children

Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in über 120 Ländern im Einsatz. Save the Children ist da für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen – seit 100 Jahren und darüber hinaus. Diese Kinder zu schützen, zu stärken und zu fördern ist das zentrale Anliegen der Organisation. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen in den Bereichen Schule und Bildung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt sowie Überleben und Gesundheit. Save the Children setzt sich ein für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und sicher leben und frei und selbst bestimmt aufwachsen können.

Pressekontakt:

Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle – Claudia Kepp
Tel.: +49 (170) 785 89 35
Mail: claudia.kepp@savethechildren.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/106106/4576538
OTS: Save the Children Deutschland e.V.

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