Studie: Jobsuche as a Service zum Berufsstart / Aktuelle Arbeitsmarktstudie belegt: IT-Berufsstarter kennen ihren Marktwert und leiten daraus eine neue Rollenverteilung im Bewerbungsprozess ab

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Der Mangel an IT-Spezialisten in Deutschland führt zu
einem neuen selbstbewussten Rollenverständnis von Berufsstartern in
diesem Beschäftigungsfeld. IT-Talente sehen die Überzeugungsarbeit im
Bewerbungsprozess zunehmend auf Seiten der Arbeitgeber. Das ist eines
der zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie der HTWK Leipzig und
des Karriereportals get in IT. Bestes Beispiel: 78 Prozent der
befragten Teilnehmer bevorzugen die initiale Kontaktaufnahme durch
den Arbeitgeber bevor es zum eigentlichen Bewerbungsprozess kommt.
Für 62 Prozent sollte dieser Erstkontakt dabei sogar über einen
Mitarbeiter der IT-Fachabteilung – also auf fachlicher Augenhöhe –
erfolgen. Von ihren allgemeinen beruflichen Perspektiven sind die
IT-Talente weiterhin entsprechend überzeugt. 89 Prozent von Ihnen
gehen von guten oder sehr guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt aus. Das
ist im Vergleich zu 2015 eine Steigerung um fünf Prozent.

Personalberater out! 97 Prozent wollen direkt mit den Arbeitgebern
sprechen

Viele IT-Talente sind schon während des Studiums begehrt, was ihr
Selbstbewusstsein früh stärkt. So gibt die Hälfte der Befragten an
schon einmal von einem Headhunter angesprochen worden zu sein. Doch
auch hier haben die jungen Talente eine klare Vorstellung davon, wie
die Ansprache funktionieren soll. So bevorzugen 97 Prozent von ihnen
die Ansprache durch Vertreter des Unternehmens selbst und nicht durch
externe Berater. „Mehr als die Hälfte der Berufsstarter im IT-Umfeld
sind eigenen Angaben zufolge ausschließlich passiv auf Jobsuche –
also offen für Angebote, aber weniger bereit zunächst selbst dafür
aktiv zu werden. Das wird ganz offenbar als Aufgabe der Arbeitgeber
verstanden. Interessant ist dabei die Rolle der Kollegen in den
Fachabteilungen, die ganz klar als Job-Botschafter gewünscht werden.
Das bedeutet: Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter in das Recruiting von
IT-Talenten integrieren, haben deutlich bessere Chancen die besten
Köpfe der Branche für sich zu gewinnen“, interpretiert Rainer
Weckbach, Gründer und Geschäftsführer von get in IT, die
Studienresultate.

Arbeitgeber haben verstanden: Direktansprache statt
„Post-and-Pray“

Die Arbeitgeber scheinen sich auf das neue Anspruchsdenken der
Kandidaten bereits einzustellen. Immer mehr von ihnen verzichten auf
die bisher gängige Anzeigenschaltung, die von einer Bewerbung des
Kandidaten ausgeht. So wurden 65 Prozent der angehenden
IT-Spezialisten bereits direkt von Unternehmensvertretern auf den
Berufseinstieg angesprochen. Die besten Chancen haben dabei
Arbeitgeber, die es schaffen, ihre Werte klar zu transportieren – für
zwei Drittel der Kandidaten ein entscheidendes Argument bei der
Arbeitgeberwahl. Zudem bevorzugen IT-Talente diejenigen Unternehmen,
die sich mit dem spezifischen Fachprofil des Kandidaten
auseinandersetzen und dies auch in ihrer Kontaktanfrage
berücksichtigen (67 Prozent). Außerdem entscheidend: gute fachliche
Entwicklungsmöglichkeiten, die in der Bedürfnishierarchie deutlich
vor einer Führungskarriere liegen. Nur noch 16 Prozent der Befragten
sind daran interessiert mittelfristig Führungsaufgaben zu übernehmen
– im vergangenen Jahr waren das immerhin noch 21 Prozent. Dazu passt:
67 Prozent empfinden fachliche Weiterbildungsmöglichkeiten attraktiv,
während etwa individuelle Benefits für nur gut 13 Prozent der
angehenden IT-Spezialisten eine Rolle bei der Berufswahl spielen.

„Die Studie zeigt deutlich, dass IT-Talente bereits vor dem
Eintritt in das Berufsleben ihren Marktwert kennen. Sie wissen wie,
von wem und mit welchen Argumenten sie bereit sind über ein
berufliches Engagement zu verhandeln. Das lässt erkennen: Kandidaten
für besonders stark nachgefragte Profile, wie wir sie im IT-Umfeld
vielfach finden, sind in einer komfortablen Situation, wenn es zum
Berufseinstieg kommt. Folge: „Der Auswahlprozess hat eine gänzlich
andere Richtung bekommen. Im IT-Arbeitsmarkt wählen die Bewerber die
Unternehmen aus.“, erklärt Peter M. Wald, Professor für
Personalmanagement an der HTWK Leipzig. Rainer Weckbach ergänzt: „Die
Kandidaten haben diesen Wandel selbst erkannt und strömen mit einem
starken Selbstbewusstsein auf den Arbeitsmarkt. Dies hat sich bereits
in den letzten beiden Jahren abgezeichnet. Die dritte Ausgabe unserer
Studie knüpft an dieses Ergebnis an. Denn sie zeigt, wie sich die
Rollenverteilung im Bewerbungsprozess zusehends dreht.
IT-Berufsstarter sind in dem Sinne Vorreiter für das Recruiting der
Zukunft.“

Die komplette Studie steht hier zum kostenlosen Download bereit:
www.get-in-IT.de/whitepaper

Über die Studie

An der Befragung zur Studie „get started 2017“ der HTWK Leipzig
und get in IT im Mai bis Juni 2017 beteiligten sich insgesamt 1.069
Teilnehmer. Die Befragung wurde über einen Online-Fragebogen
durchgeführt. 45,5 Prozent der Teilnehmer waren zum Zeitpunkt der
Befragung Studierende im Bereich IT, weitere 54,5 Prozent
IT-Berufsstarter mit erster Berufserfahrung. Das Durchschnittsalter
bei den Berufstätigen betrug 31, bei den Studierenden 24 Jahre.
Wissenschaftlich begleitet wurde die Studie von Herrn Prof. Peter M.
Wald von der HTWK Leipzig.

Pressekontakt:
Deborah Liebig
Teamlead Marketing
Tel: 0221 283 222 641
Mail: deborah.liebig@get-in.de

Sascha Theisen
STAMMPLATZ Kommunikation
Tel. 0221/34668237
Mail theisen@stammplatz-kommunikation.de

Original-Content von: get in IT, übermittelt durch news aktuell

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