Umzugsprämie für Senioren: Von Jung und Alt für gut befunden (FOTO)

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Wichtiger Impuls für den Wohnungsmarkt oder Altersdiskriminierung?
Eine Prämie für Senioren, die zugunsten mehrköpfiger Familien ihre
(zu) großen Wohnungen frei machen und eine kleinere beziehen, wurde
in den vergangenen Wochen medial breit diskutiert – und von
Interessenverbänden sowohl freudig begrüßt als auch empört abgelehnt.
Und was denkt Otto-Normal-Bewohner? Immonet hat nachgefragt und
beleuchtet, wie Familien und Senioren auf den Vorschlag reagieren.
Das Ergebnis überrascht.

90 Quadratmeter für eine alleinstehende Rentnerin, 60 Quadratmeter
für eine vierköpfige Familie – so sieht die Wohnraumverteilung nicht
selten in Ballungsgebieten aus. Eine Situation, die IG Bau-Chefs
Robert Feiger zu dem Vorschlag veranlasste, Rentnern eine staatliche
Prämie von 5.000 Euro auszuzahlen, wenn sie ihre großen Wohnungen für
mehrköpfige Familien frei machen. Die Prämie könnte Umzugs- und
Maklerkosten decken und so den entscheidenden Impuls für einen Umzug
geben – und schließlich eine für beide Gruppen angemessene
Verteilung des Wohnraumes einläuten.

Die Skepsis kommt nicht von Seite der Senioren

Immonet hat zusammen mit dem Marktforschungsinstitut YouGov 1.005
Menschen online befragt, was sie von der Einführung einer solchen
Prämie halten. Das für manchen vielleicht unerwartete Ergebnis: Eine
Mehrheit von 51 Prozent befindet den Vorschlag für gut, 36 Prozent
lehnen ihn ab. Nicht weiter überraschend ist, dass die Zustimmung in
der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen dabei mit 58 Prozent am höchsten
ausfällt. Jedoch stehen die befragten Senioren oder „Bald-Senioren“
in der Gruppe 55+ dem Vorschlag durchaus nicht besonders kritisch
gegenüber: 52 Prozent stufen die Prämie positiv ein und liegen damit
sogar leicht über dem Durchschnitt. Skeptisch sind vielmehr die 35-
bis 44-Jährigen, sie stimmen nur zu 44 Prozent zu, abgelehnt wird der
Vorschlag in dieser Gruppe von 40 Prozent. Eine mögliche Erklärung
ist, dass die Elterngeneration dieser Befragten akut von dem
Vorschlag betroffen wäre.

Haben die Befragten Kinder unter 18 Jahren, steigt die Sympathie
mit einer „Umzugsprämie“ – kein Wunder, diese Teilnehmer wären häufig
die Profiteure einer solchen Leistung. Befragte, mit einem Kind,
befinden die Prämie zu 52 Prozent für gut, bei zwei Kindern steigt
die Zustimmung auf 56 Prozent.

Auch die politische Gesinnung spiegelt sich in den Antworten
wieder: So ist die Zustimmung unter den Wählern der Linken – soziale
Gerechtigkeit steht weit oben auf der Agenda – mit 66 Prozent
besonders hoch. Unter den Anhängern der FDP hingegen hält nur jeder
Dritte eine Prämie für erstrebenswert, in dieser Gruppe sind die
Verächter mit 54 Prozent in der Mehrheit – schließlich plädiert die
Partei für einen sich selbst regulierenden Markt. SPD- und CDU-Wähler
liegen mit 51 Prozent und 48 Prozent exakt bzw. nahe an der positiven
Bewertung des Durchschnitts. Die Grünen-Wähler stehen dem Vorschlag
mit 55 Prozent noch etwas aufgeschlossener gegenüber.

Über die Befragung

Die Umfragedaten wurden im Rahmen einer Online-Befragung des
Marktforschungsinstitut YouGov im Zeitraum vom 03. März bis zum 05.
März 2015 erhoben. Die Stichprobengröße betrug 1.005. Die Ergebnisse
sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18
Jahren.

Weitere Informationen unter:
http://www.immonet.de/service/publikationen.html

Pressekontakt:

Immonet GmbH
Birgit Schweikart
Leitung Corporate Communications
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Tel: +49 40 3 47-2 89 35
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