Verkehrsminister Andreas Scheuer will Funklöcher beseitigen

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Was die Qualität der Mobilfunknetze angeht, herrscht in Teilen Deutschlands nach wie vor Verbesserungsbedarf. Betroffen ist nicht nur die ländliche Region, wie eine von der Bundesnetzagentur in Auftrag gegebene Studie zeigt. Dort gibt es zwar stellenweise gar keine Netzverbindung, doch wo sie vorhanden ist, surfen die Landbewohner oft schneller als in der Großstadt. Einem Artikel des Blogs von DeinHandy.de zufolge will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Abhilfe schaffen und damit den bereits im Jahre 2015 gemachten Versprechungen seines Vorgängers und Parteifreundes Alexander Dobrindt endlich Taten folgen lassen.

Bundesnetzagentur kündigt Funkloch-App an

Noch bevor sich das Parlament in die Sommerpause verabschiedet, will Minister Scheuer mit Vertretern der großen Netzanbieter sprechen. Auch die Mobilfunknutzer sollen Gelegenheit bekommen, sich einzubringen. Geplant ist eine App, über die Telefonkunden die Netzagentur über vorhandene Funklöcher informieren können. Die gesammelten Meldungen werden als Grundlage für die Planung und Errichtung weiterer Sendemasten dienen. Einmal jährlich soll die Bundesnetzagentur über den Fortschritt berichten, den sie bei der Netzabdeckung gemacht hat. Die Ausgabe der Funkloch-App ist noch für dieses Jahr geplant.

Großstadtbewohner surfen oft langsam

Laut der von der Bundesnetzagentur in Auftrag gegeben Studie lässt die Netzgeschwindigkeit in den Großstädten Berlin, Hamburg, Frankfurt und München zu wünschen übrig. In der Hauptstadt, die beim Vergleich auf Platz 78 landete, ist das Defizit besonders groß. Die 3 anderen genannten Städte landeten im Mittelfeld der 110 verglichenen Orte. Von dem im alten Koalitionsvertrag vereinbarten Ziel, bis zum Jahr 2018 flächendeckend für eine Datengeschwindigkeit von 50 MBit pro Sekunde zu sorgen, ist die Regierung weit entfernt.

Bayerische Orte im Netzvergleich vorn

In Bayern lässt es sich zumindest stellenweise einigermaßen komfortabel surfen. Coburg und Landshut belegen beim Downstream-Tempo die Plätze 1 und 3, auf Platz 2 liegt Salzgitter. Auch bei der Upload-Geschwindigkeit liegt ein bayerischer Ort vorn: Weiden in der Oberpfalz. Ehe eine wirklich flächendeckende Netzversorgung gewährleistet ist, dürften noch viele Jahre ins Land gehen. Bis es soweit ist, bleibt Mobilfunknutzern nur zu empfehlen, eine aktuelle Netzabdeckungskarte zurate zu ziehen, ehe sie sich für einen bestimmten Anbieter entscheiden.

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