WAZ: Obamas Schachzug. Kommentar von Thomas Spang

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So energisch haben die Amerikaner ihren Präsidenten
lange nicht erlebt. Barack Obama schnürte ein 447 Milliarden Dollar
schweres Job-Paket, das – politischen Willen vorausgesetzt – schnell
umgesetzt werden könnte.

Angesichts 14 Millionen Arbeitsloser dürfen die Amerikaner
freilich kein Wunder erwarten. Die Zauberformel, mit der die
nationale Job-Krise über Nacht verschwindet, gibt es nicht. In einer
Situation, in der jeder sechste Amerikaner zu wenig oder keine Arbeit
hat, ist Untätigkeit aber keine Alternative. Diesen Punkt hat Obama
mit seinem Auftritt klar gemacht.

Geschickt wählte der Präsident Vorschläge, die die Republikaner in
der Vergangenheit unterstützt hatten. Damit wird es für die
republikanische Fundamental-Opposition schwieriger, ihre
Blockadepolitik aufrecht zu erhalten und nach außen zu begründen.

Obama hat praktische Ansätze zur Bekämpfung der Job-Krise
geliefert. Ob sie auch umgesetzt werden, ist angesichts der
politischen Mehrheitsverhältnisse im Kongress fraglich. Politisch hat
Obama auf jeden Fall gepunktet. Er hat seine Hausaufgaben gemacht.
Nun sind die Republikaner am Zug.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
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