Welthungerhilfe zu den neuen Hungerzahlen der UN / Deutscher Bevölkerung ist Hungerbekämpfung wichtig

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Die heute veröffentlichten weltweiten
Hungerzahlen der UN zeigen erneut einen Anstieg. Im Jahr 2017 gab es
laut UN Angaben weltweit 821 Millionen hungernde Menschen. Konflikte,
Klimawandel und ein langsameres Wirtschaftswachstum sind die
Hauptgründe dafür.

Laut einer aktuellen Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag der
Welthungerhilfe liegt den Bundesbürgern die Bekämpfung des Hungers am
Herzen: Neun von zehn Bürgern ist die Hungerbekämpfung weltweit
wichtig, 53% sogar „sehr wichtig“. Fast zwei Drittel der Befragten
(64%) sind der Meinung, dass Deutschland sein Engagement im Bereich
der Hungerbekämpfung ausbauen sollte, so viel Unterstützung erhält
kein anderer Bereich der Entwicklungspolitik.

„Unsere Befragung zeigt, dass die Bundesregierung den klaren
Auftrag hat, noch mehr für den weltweiten Kampf gegen Hunger zu tun“,
sagt Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe. „Das heißt
vor allem: Unterstützung für Kleinbauern und andere Menschen in
ländlichen Gebieten und dies nicht nur durch technische Projekte,
sondern auch durch Stärkung ihrer Rechte. Denn ihnen werden
produktive Ressourcen wie Land, Wasser oder Saatgut entzogen.
Menschenrechtsverteidiger werden zunehmend bedroht oder gar
ermordet.“

Am 19./20. September 2018 wird die „UN-Erklärung zu den Rechten
von Kleinbauern und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen
arbeiten“ im UN-Menschenrechtsrat abschließend beraten. Am 27./28.
September treffen die Mitgliedsstaaten eine Entscheidung.
„Menschenrechte zu schützen und den institutionellen Rahmen weiter
fortzuentwickeln ist eine zentrale Aufgabe der deutschen
Außenpolitik“, so Dieckmann weiter. „Deshalb fordern wir die
Bundesregierung auf, die Erklärung zu unterstützen.“

Die Welthungerhilfe veröffentlicht am 11. Oktober den aktuellen
Welthunger-Index, der die weltweiten Ursachen von Hunger untersucht
und in einem Ländervergleich die Gewinner und Verlierer beim Kampf
gegen den Hunger vorstellt.

Weitere Informationen unter www.welthungerhilfe.de/presse

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten
Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell
unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit der Gründung
im Jahr 1962 wurden mehr als 8.900 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit
3,53 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem
Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen
Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen
Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und
internationalen Partnerorganisationen.

Pressekontakt:
Deutsche Welthungerhilfe e. V.

Ansprechpartner:
Simone Pott
Pressesprecherin
Telefon 0228 / 22 88 – 132
Mobil 0172 – 2525962
simone.pott@welthungerhilfe.de

Assistenz: Jessica Kühnle
Telefon 0228 / 22 88 – 454

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