Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Personalie Wendt

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Mit dem Polizeigewerkschafter Rainer Wendt hat sich die
Landesregierung von Sachsen-Anhalt einen Scharfmacher ins Innenministerium
geholt.

2012 forderte der gebürtige Duisburger Gummigeschosse für die Polizei –
wissend, dass die in anderen Ländern schon zu Toten geführt haben. 2013 sprach
sich Wendt für die Aufhebung der Privatsphäre im Internet aus – das Gegenteil
von dem, was das Bundesverfassungsgericht für richtig hält. Und das Draufhauen
auf »Stuttgart 21«-Demonstranten, vom Verwaltungsgericht Stuttgart als illegal
eingestuft, war für Wendt angemessen.

Mit all– dem versuchte das CDU-Mitglied Wendt auch, seine Gewerkschaft, die
kleinere der beiden Schutzpolizeigewerkschaften, bekannter zu machen.

Nun steht ein Staatssekretär nur in der zweiten Reihe, und Innenminister Holger
Stahlknecht (CDU) wird es nicht zulassen, dass Wendt ihm die Show stiehlt. Die
Zeit der markigen Sprüche und populistischen Forderungen könnte deshalb bald
vorbei sein.

Bedenklich für die Bürgerrechte in Sachsen-Anhalt ist allerdings, dass den
Sprüchen jetzt Taten folgen könnten. Denn jetzt sitzt Wendt im Zentrum der
Macht.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Dominik Rose
Telefon: 0521 585-261
d.rose@westfalen-blatt.de

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