Westfalenpost: Martin Korte zum Vorschlag der Kulturminister, an Schulen Demokratienoten einzuführen

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In unserem zunehmend leistungsorientierten
Schulsystem führt die politische Bildung ein Schattendasein. Das ist
kein Vorwurf an die Lehrer: Sie sollen ja schon genug andere
gesellschaftliche und soziale Defizite ausbügeln. Jetzt stellen
Wissenschaftler und Politiker fest, dass immer mehr junge Menschen
unser politisches System und seine Geschichte nicht kennen und
deswegen Gefahr laufen, es infrage zu stellen. Uninformierte Menschen
sind für Populisten eine leichte Beute. Höchste Zeit also für den
Vorstoß der Kultusminister, die Demokratieerziehung stärken.
Allerdings müssen den Schulen auch die erforderlichen Mittel zur
Verfügung gestellt werden: Zeit und Personal. Die Einrichtung der
Stelle eines Beauftragten in jeder Schule ist daher eine sinnvolle,
weil greifbare Idee. Die Schüler selbst müssen aber auch mehr
Gestaltungsbefugnisse erhalten. Mehr Demokratie zu wagen, ist gut.
Aber bitte nicht nur in der Theorie.

Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

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