„Wir brauchen dringend Betreuungsangebote“ / bpa: Wegen Quarantäne in Kitas und Schulen fallen Pflegekräfte aus – gleichzeitig warten Angehörige vor den Heimen auf Schnelltests

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„Wiederholt sich gerade das Dilemma des Frühjahrs oder hat die Politik aus der damaligen Situation gelernt? Das ist die entscheidende Frage für den Erhalt der Funktionsfähigkeit von Heimen und ambulanten Diensten“, sagt Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), im Hinblick auf die aktuelle Entwicklung der Coronazahlen und die daraus abgeleiteten Schutzmaßnahmen in Kitas und Schulen. Denn genauso wie im Frühjahr droht die Kinderbetreuung für Eltern aus systemrelevanten Berufen erneut zum Nadelöhr zu werden.

„Unsere Mitgliedseinrichtungen in der Altenpflege, aber genauso in der Eingliederungshilfe, stehen vor einer riesigen Herausforderung. Trotz der steigenden Zahl an Infektionen sollen Besuche der Angehörigen möglichst nicht eingeschränkt werden. Die Durchführung von Schnelltests in großen Mengen schafft mehr Sicherheit, ist aber eine erhebliche zusätzliche Belastung unserer eh sehr geforderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wenn jetzt nicht sofort die Kinderbetreuung für Menschen aus systemrelevanten Berufen – und zwar nicht nur für Alleinerziehende – gesichert wird, bekommen wir in kürzester Zeit ein massives Versorgungsproblem“, so der bpa-Präsident.

„Wir brauchen jetzt alle Beschäftigten vor Ort. Ohne prioritäre, verlässliche Kinderbetreuung funktioniert das nicht. Zusätzlich müssen positive Schnelltests umgehend direkt von den Pflegeeinrichtungen durch den deutlich verlässlicheren PCR-Test überprüft werden können, um einen Fehlalarm mit Quarantäne zu vermeiden.“ Meurer: „Wer Pflegekräften vernünftige Betreuungsangebote für Kinder verwehrt, riskiert die Versorgung von Pflegebedürftigen.“

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) bildet mit mehr als 12.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind systemrelevanter Teil der Daseinsvorsorge. Als gutes Beispiel für Public-private-Partnership tragen die Mitglieder des bpa die Verantwortung für rund 365.000 Arbeitsplätze und circa 27.000 Ausbildungsplätze (siehe http://www.youngpropflege.de/ oder auch http://www.facebook.com/Youngpropflege ). Die Investitionen in die soziale Infrastruktur liegen bei etwa 29 Milliarden Euro.

Pressekontakt:

Für Rückfragen: Uwe Dolderer, Leiter bpa-Verbandskommunikation, Tel.: 030/30 87
88 60, www.bpa.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/17920/4772339
OTS: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.

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