WP: Hollstein kritisiert Maaßen scharf

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Der Altenaer Bürgermeister Andreas Hollstein (CDU),
2017 Opfer eines politisch motivierten Angriffs, hat den ehemaligen
Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen scharf kritisiert.
„Maaßen redet unseren Staat klein und schlecht. Kein AfD-Mann,
sondern jemand, der in meiner Partei ist. Unvorstellbar. Das ertrage
ich nur unter Schmerzen“, sagt der 56-Jährige im Interview mit der
WESTFALENPOST (Samstagausgabe). „Solche Äußerungen bereiten den
Boden. Simple, einfache Menschen sind so leicht verführbar.“ Maaßen
hatte über einen Text der Neuen Zürcher Zeitung über die steigende
Quote deutscher Bürger mit Migrationshintergrund gesagt, das sei wie
„West-Fernsehen“. „Wenn ich das nächste Mal jemanden aus dem
Innenministerium treffe, muss ich unbedingt fragen, was vorliegen
muss für die Verletzung von nachwirkenden Treuepflichten. Der Mann
hat doch eine Verpflichtung gegenüber dem Staat, dem er gedient hat
und der aktuell seine Pension bezahlt“, sagt Hollstein. Hollstein war
im November 2017 wegen seiner Flüchtlingspolitik in einem Imbiss mit
einem Messer bedroht worden, dabei aber unverletzt geblieben. Bis
heute erhält er Morddrohungen. Im Hinblick auf den Mord am Kasseler
Regierungspräsidenten Walter Lübcke sagt Hollstein: „Mir tut diese
Familie unsäglich leid und wir sind es der Familie Lübcke schuldig,
dass wir uns als Demokraten nicht wegducken, dass wir den Mund
aufmachen. Je mehr das tun, desto weniger angreifbar sind wir.“

Pressekontakt:
Westfalenpost
Zentralredaktion
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