WAZ: Patientenschutz-Stiftung wirft EKD-Chef Schneider vor, Sterbehelfern in die Hände zu spielen

Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung
Patientenschutz, Eugen Brysch, hält die Äußerungen von EKD-Chef
Nikolaus Schneider zur Sterbehilfe für problematisch. „Die Eheleute
Schneider denken über nichts Verbotenes nach. Der Suizid und dessen
Begleitung stehen weder unter Strafe noch unter kirchlichem Bann –
aber im Spannungsfeld von Ethik und Liebe. Aber Schneider muss
wissen, dass in einer Medienwelt seine differenzierte Sicht allein
auf die Aussage, ,er würde seine Frau auch in die Schweiz zur
Sterbehilfe begleiten–, verkürzt wird“, sagte Brysch der
Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (Freitagsausgabe).“Öffentlich wird
dann kaum noch diskutiert, dass er jedoch alles versuchen würde,
seine Frau ,für einen anderen Weg zu gewinnen–. Der Pragmatiker und
Medienprofi Schneider muss die Folgen von verkürzten Wiedergaben
verantworten. Er spielt den Sterbehelfern in die Hände“, sagte
Brysch.

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