Am 1. Juni ist bundesweiter Tag der Organspende / Information und Aufklärung so wichtig wie nie zuvor

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Was verbindet Bundesgesundheitsminister
Daniel Bahr mit Kabarettist Eckart von Hirschhausen oder Pfarrerin
Margot Käßmann? Es ist ein kleines Stück Papier, das – so unscheinbar
es auch wirkt – im Falle des Falles Leben retten kann: der
Organspendeausweis. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema war
selten so wichtig wie in diesem Jahr, angesichts sinkender
Organspendezahlen und der Erschütterung der Bevölkerung durch die
Datenmanipulationen an einzelnen Transplantationszentren. Der
bundesweite Tag der Organspende hat deshalb das Ziel, möglichst viele
Menschen zu erreichen und zum Nachdenken anzuregen.

„Jeder Organspender ist ein Lebensretter. Mein Wunsch ist, dass
mehr Menschen sich bei der Organspende entscheiden und dies mit einem
Organspendeausweis eindeutig dokumentieren“, appelliert Daniel Bahr.
Der Tag der Organspende sei als gemeinsame Veranstaltung vieler
Partner ein guter Anlass, um bundesweit mehr Aufmerksamkeit für das
Thema zu gewinnen. „Nur so können wir den 12.000 Patientinnen und
Patienten auf der Warteliste wirklich helfen, die dringend auf ein
Spenderorgan hoffen. Wenn mehr Bürgerinnen und Bürger mitmachen,
müssen weniger Menschen warten“, hofft der Bundesgesundheitsminister.

Vor 31 Jahren haben Betroffene den Tag ins Leben gerufen, nicht
nur um über Organspende zu informieren, sondern auch, um allen
Organspendern und deren Angehörigen auf diesem Weg zu danken. In den
vergangenen Jahrzehnten hat sich der Tag der Organspende stetig
weiterentwickelt und immer mehr Partner haben sich eingebracht.
Inzwischen beteiligen sich neben den großen sowie regionalen
Selbsthilfeverbänden, der Deutschen Stiftung Organtransplantation und
der Stiftung FÜRS LEBEN auch die Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung sowie die Deutsche Transplantationsgesellschaft als feste
Partner an der zentralen Veranstaltung.

Zum ersten Mal wird in diesem Jahr auch die interkulturelle
Solidarität bei der Organspende thematisiert. Denn für viele Menschen
spielen die Wertvorstellungen der Kultur und der
Religionsgemeinschaft, in der sie leben, eine wichtige Rolle. Der
Glaube gibt Orientierung – auch beim Thema Organspende. Das gilt
nicht nur für das Christentum, sondern auch für den Islam, der in
Deutschland nach dem Christentum die Glaubensrichtung mit den meisten
Anhängern ist. Im Rahmen des Tags der Organspende soll durch den
interkulturellen Schwerpunkt deutlich werden, dass eine Organspende
eine Brücke schlagen kann, über Herkunft und Religion hinweg. Sie
kann als Ausdruck von Solidarität zwischen den Menschen ein Zeichen
für mehr Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit setzen.

Die zentrale Veranstaltung zum Tag der Organspende findet in
diesem Jahr in Essen statt. Sie beginnt mit einem ökumenischen
Gottesdienst. Zudem gibt es ein Bühnenprogramm, Informationsstände
und zahlreiche Aktionen.

Aktion „Geschenkte Lebensjahre“ zeigt Sinn der Organspende

Drei Jahre, fünf Jahre, zehn oder sogar 20 Jahre: Dass eine
Organspende Leben schenken kann, will die Aktion „Geschenkte
Lebensjahre“, die auf der zentralen Veranstaltung zum Tag der
Organspende in Essen geplant ist, im wahrsten Sinne des Wortes
begreifbar machen. Für die Aktion werden sich möglichst viele
Organempfänger auf der Bühne versammeln und ein Plakat mit der Anzahl
der Jahre hochhalten, die sie durch eine Organspende „geschenkt“
bekommen haben. Ziel ist es, insgesamt eine möglichst hohe Summe zu
erreichen. Im vergangen Jahr kamen auf diese Weise 436 Lebensjahre
zusammen.

Veranstaltungsüberblick Essen, Hohe Domkirche zu Essen und
Willy-Brandt-Platz, Samstag 1. Juni
11 Uhr:
Ökumenischer Dankgottesdienst in der Hohen Domkirche zu Essen

10 bis 18 Uhr
„Marktplatz fürs Leben“ auf dem Willy-Brandt-Platz:
Informationsstände rund um das Thema Organspende, Transplantation und
Gesundheit

13 bis 18 Uhr
Live-Bühne auf dem Willy-Brandt-Platz

Grußworte zur Veranstaltung
Daniel Bahr, Bundesgesundheitsminister
Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und
Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
Reinhard Paß, Oberbürgermeister der Stadt Essen
Rudi Völler, Sportdirektor von Bayer Leverkusen
Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung
Dr. Rainer Hess und Thomas Biet, Vorstände der Deutschen Stiftung
Organtransplantation

Gespräche mit Betroffenen, Experten und prominenten Botschaftern

Musik:

Katja Ebstein, Chris Andrews, The Lords, Le Kid, Dritte Hälfte,
The Dandys, Bo Flower

Moderation: Dennis Wilms (ARD-Moderator)

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter www.fuers-leben.de
und www.facebook.com/FuersLebenFuerOrganspende

Pressekontakt:
Birgit Blome, Bereichsleiterin Kommunikation
Nadine Körner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Stiftung Organtransplantation
Deutschherrnufer 52, 60594 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 677 328 9400 oder -9411, Fax: +49 69 677 328 9409,
E-Mail: presse@dso.de, Internet: www.dso.de, www.fuers-leben.de

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