ASB fordert Entschlossenheit bei Pflegereform / Hilfe und Pflege im Alter – aber sicher!

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Die Bundesregierung hat wiederholt die Vorlage für
eine Pflegereform angekündigt und verschoben. Auch in dieser Woche
hält sie ihre Zusage nicht ein. Der ASB verlangt von der
Bundesregierung deshalb entschlossenes Handeln für eine umgehende,
nachhaltig sichere und gerechte Ausgestaltung der Pflegeversicherung.

„Viele Pflegebedürftige und ihre Angehörigen warten schon lange
auf die Reform der Pflegeversicherung. Der Begriff der
Pflegebedürftigkeit muss neu definiert werden, damit auch an Demenz
erkrankte Menschen Pflegeleistungen erhalten, die ihrer
gesundheitlichen Situation und ihrem Pflegebedarf entsprechen“,
fordert der ASB-Bundesvorsitzende Knut Fleckenstein, MdEP. Der
Hintergrund: Viele Menschen mit einer Demenzerkrankung können keiner
Pflegestufe zugeordnet werden, weil sie aufgrund ihrer Erkrankung
zwar ständige Betreuung benötigen, aber keine körperlichen
Beeinträchtigungen haben. „Die Pflegestufensystematik der
Pflegeversicherung muss deshalb dringend an die Bedürfnisse der
Demenzerkrankten und ihrer pflegenden Angehörigen angepasst werden“,
betont Knut Fleckenstein.

Pflegebedürftigkeit ist ein Lebensrisiko. Hilfe- und Pflegebedarf
können jeden Menschen, egal welchen Alters, treffen. „Die
Finanzierung muss so gestaltet werden, dass die Pflegeversicherung
langfristig zu einer verlässlichen Absicherung aller
Pflegebedürftigen wird“, ergänzt Gabriele Osing, Leiterin der
Sozialen Dienste beim ASB-Bundesverband.

Der ASB warnt davor, zusätzlich eine kapitalgedeckte Säule in die
Pflegeversicherung einzuführen. Ein Kapitalstock könne zwar die
Finanzierung der Pflegeversicherung ergänzend stabilisieren. Die
Krisen der Kapitalmärkte im vergangenen Jahrzehnt haben jedoch
gezeigt, dass Kapitalanlagen keineswegs unangreifbar sind. Sie sind
auch nicht vor einem demografischen Wandel sicher, wie es die
Rückgänge der Renditen bei Lebensversicherungen zeigen.

Dagegen hat sich das System der Umlageversicherung in den
Sozialversicherungssystemen in Deutschland bewährt. Es stellt eine
regelhafte, solidarische Unterstützung in der Renten-, Kranken- und
Pflegeversicherung dar, die auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten
oder nach großen gesellschaftlichen Umbrüchen wie der Wendezeit
getragen hat. Der ASB spricht sich dafür aus, auch zukünftig diese
Form der Finanzierung für die Pflegeversicherung beizubehalten und
darüber hinaus neben einer Zusammenführung der gesetzlichen und
privaten Pflegeversicherung auch die Anrechnung aller Einkunftsarten
für die finanzielle Stabilität der Pflegeversicherung heranzuziehen.

Achtung Redaktionen: ASB-Bundesvorsitzender Knut Fleckenstein,
MdEP, steht Ihnen für Interviews, auch in TV-Formaten, zur Verfügung.

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E-Mail: a.valentino@asb.de, Astrid Königstein, Tel. (0221) 4 76
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