Baby-Notarztwagen „Felix“ in Leipzigübergeben (FOTO)

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Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, Schirmherr:
„,Felix– leistet einen wichtigen Beitrag für die medizinische
Versorgung von Frühchen. Ich bin der Björn Steiger Stiftung sehr
dankbar, dass sie sich mit viel Herzblut dieser speziellen
Patientengruppe annimmt.“

Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung:
„Ein neugeborenes Baby bedarf unserer besonderen Fürsorge. Aus
diesem Grund engagieren wir uns bereits seit über 40 Jahren für das
optimale Transportmittel für die kleinsten Patienten.“

Heiko Rosenthal, Leipziger Bürgermeister:
„Die nun hier vor uns stehende fünfte Generation der
Baby-Notarztwagen ist ein Meilenstein und großes Glück für die Stadt
Leipzig. Daher wurde der Wagen auch vollkommen zu Recht –Felix–
genannt. Dieser beinhaltet wesentliche technische Verbesserungen und
Neuentwicklungen.“

Heute wurde der Baby-Notarztwagen „Felix“ unter der
Schirmherrschaft von Prof. Dr. Kurt Biedenkopf von der Björn Steiger
Stiftung an das Universitätsklinikum Leipzig, das St. Georg-Klinikum
und das Herzzentrum in Leipzig feierlich im Mercedes-Benz Stern Auto
Center übergeben. Am Nachmittag von 14-19 Uhr können interessierte
Bürger Leipzigs ersten und einzigen Baby-Notarztwagen auf dem
Augustusplatz besichtigen, bevor er im Laufe dieser Woche seinen
Dienst aufnimmt. Der Startschuss für das Projekt fiel bereits 2014:
Die Björn Steiger Stiftung und die Stadt Leipzig beschlossen,
gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Leipzig, dem St.
Georg-Klinikum und dem Herzzentrum Leipzig, die Beschaffung eines
Baby-Notarztwagens „Felix“ der Björn Steiger Stiftung. Dieses Projekt
ist aufgrund der Kooperation von drei Kliniken bundesweit bis dato
einmalig. Gemeinsam mit den Vertragspartnern konnte die Stiftung in
den vergangenen drei Jahren Sponsoren und Förderer für dieses
Spezialfahrzeug finden, das die kleinsten Patienten in und um Leipzig
in Zukunft sicher sowie medizinisch optimal versorgt und so schonend
wie möglich transportiert. Die Kosten für den Baby-Notarztwagen
belaufen sich auf ca. 200.000 EUR. Bis heute ist der Leipziger
„Felix“ der 18. Baby-Notarztwagen in Deutschland, der durch die Björn
Steiger Stiftung finanziert wurde. Für ihn ist zudem die Nachrüstung
mit drei Transportinkubatoren geplant, sobald weitere Spenden
generiert werden können.

Schirmherr Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, Ministerpräsident des
Freistaates Sachsen a.D., der leider nicht persönlich anwesend sein
konnte, schickte ein Grußwort: „Diese Schirmherrschaft ist mir
besonders wertvoll, denn es geht um etwas ganz Besonderes, nämlich um
den Schutz für Frühchen, die von A nach B gebracht werden und schnell
ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Diese Idee der Steiger
Stiftung finde ich ausgezeichnet.“

Prof. Dr. med. Ulrich Thome, Leiter der Abteilung Neonatologie am
Universitätsklinikum Leipzig: „Der Transport eines kranken
Neugeborenen ist mit erheblichen Risiken behaftet und bringt
erhebliche Notwendigkeiten mit sich, die in normalen Rettungswagen
nur unzureichend erfüllt werden können. Da Transporte Neugeborener
nie ganz vermieden werden können, ist der Einsatz eines für die
Erfordernisse dieser kleinen Kinder zugeschnittenen Spezialfahrzeuges
äußerst wünschenswert, um einen möglichst sanften Transport und einen
komplikationslosen Verlauf für diese Kinder zu erreichen.“

Prof. Dr. med. habil. Michael Borte, Chefarzt der Klinik für
Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum St. Georg in Leipzig: „Wir
unterstützen das Projekt „Baby-Notarztwagen“ der Björn Steiger
Stiftung von Herzen, weil es unsere Intention einer optimalen
Versorgung unserer kleinen Patienten verwirklichen hilft.“

Prof. Dr. med. Ingo Dähnert, Direktor der Klinik für
Kinderkardiologie am Herzzentrum Leipzig: „Ein Spezialfahrzeug, das
all diese Möglichkeiten bietet und gleichzeitig für einen schonenden
Transport der kleinen Patienten sorgt, ist äußerst wünschenswert. Es
hilft, Komplikationen von vornherein zu vermeiden und die Kinder auf
einem sanften Weg ihrer weiteren erfolgreichen Behandlung zuzuführen,
damit ihnen nicht nur ein Überleben, sondern ein wirklich gesundes
Leben möglich wird.“

Was „Felix“ alles kann

In „Felix“ ist das Baby wie auf Wolken gebettet, denn um jegliche
Vibrationen, Bodenwellen und Schlaglöcher auszugleichen, wurde ein
spezielles Dämpfungssystem entwickelt. Das bedienerfreundliche Be-
und Entladesystem sorgt dafür, dass der ca. 160 kg schwere
Intensivarbeitsplatz auf einem im Rettungsdienst gängigen
Unterfahrgestell schonend und einfach in das Fahrzeug geladen wird.
Der Transportinkubator wird in diesem Baby-Notarztwagen quer zur
Fahrtrichtung transportiert, was für die Neugeborenen wesentlich
sicherer ist. Die Transportinkubatoren können die Temperatur von
außen regeln, und sorgen mit ihrer Doppelwandigkeit dafür, dass diese
auch stabil bleibt. So kühlt das Baby während der Fahrt nicht aus und
kommt sicher im Krankenhaus an. Psssst – Baby an Bord! Vor allem
Frühchen sollten keiner längeren Lärmbelastung ausgesetzt werden.
Deshalb wurde in „Felix“ durch spezielle Schallschutzmatten in den
Radkästen, auf dem Fahrzeugboden, an Wänden und Decke die Lautstärke
im Inkubator um 20 Prozent gesenkt.

„Felix“ stellt sich vor!

Heute Nachmittag können sich interessierte Leipziger Bürger
persönlich ein Bild von „Felix“ machen – wenn der Baby-Notarztwagen
vor seinem morgigen Einsatzstart auf dem Augustusplatz von
14:00-19:00 Uhr zu besichtigen ist.

Mehr Informationen und Bilder unter: http://ots.de/ZOmCS

Hintergrund der Initiative „Baby-Notarztwagen“

Bis 1974 hatte die Bundesregierung die höchste
Säuglingssterblichkeit aller westlichen Industriestaaten. Grund
hierfür war die Trennung der Entbindungs- und Kinderkliniken. Die
Kinder mussten ohne geeignetes Transportfahrzeug und somit ohne
hinreichend medizinische Versorgung von einer zur anderen Klinik
transportiert werden. Deswegen entwickelte die Björn Steiger Stiftung
1974 den ersten Baby-Notarztwagen, woraufhin die
Säuglingssterblichkeit im selben Jahr bereits gesenkt werden konnte.
Heutzutage werden die Kliniken immer öfter zusammengelegt, sodass
Transportwege teilweise eingespart werden können. Doch Verlegungen
und Notfalltransporte von Frühchen und Säuglingen sind nach wie vor
häufig nicht zu vermeiden. Da ein Baby-Notarztwagen noch immer nicht
im Rettungsmittelgesetz verankert ist, sind Kliniken auf deren Spende
angewiesen. Die Björn Steiger Stiftung konzipierte ab 2009 einen
vollständig neuen Baby-Notarztwagen-Typ, der den fortschrittlichsten
technischen und medizinischen Ansprüchen genügt. Verschiedene Partner
waren daran beteiligt, u.a. die Hochschule Esslingen, Dräger und
Daimler-Benz, um so die 5. Generation des Baby-Notarztwagens „Felix“
an die Kliniken zu bringen. Besonders hervorzuheben sind hierbei das
Dämpfungssystem, das bedienerfreundliche Be- und Entladesystem, der
neu entwickelte Intensivarbeitsplatz mit Inkubator und dessen
bewährter Quertransport.

Björn Steiger Stiftung

Nachdem der achtjährige Sohn Björn von Ute und Siegfried Steiger
nach einem Unfall am Schock starb, gründeten sie wenige Wochen später
die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation. Seit dem
7. Juli 1969 war und ist es Ziel der Stiftung, die deutsche
Notfallhilfe zu verbessern. Nahezu 48 Jahre unterstützt und
entwickelt die Stiftung viele Initiativen, die die Notfallhilfe in
Deutschland kontinuierlich optimiert haben. Meilensteine dieser
Arbeit sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien
Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen
Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der
Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei
Notruf. Aktuell stellt die Stiftung mit ihrer Initiative „100.000
Leben zu retten“ flächendeckend in ganz Deutschland AED-Geräte
(Automatisierten Externen Defibrillatoren) zur Verfügung. Mit dem
Projekt „Retten macht Schule“ lernen Siebtklässler die
Herz-Lungen-Wiederbelebung, für Grundschüler gibt es das Projekt
„Sani Sanelli“, bei dem die Kinder spielerisch das richtige Verhalten
im Notfall üben. Mit dem Baby-Notarztwagen „Felix“ sorgt die Björn
Steiger Stiftung für einen sicheren und schonenden Transport von
Frühchen.

Pressekontakt:
Björn Steiger Stiftung
Anna Eberchart
T +49 7195-30 55-215
M +49 160-65 96 045
E a.eberchart@steiger-stiftung.de

Petra Fink-Wuest
Burda und Fink GmbH
T +49 89-890 649-112
E pf@burda-fink.de

Original-Content von: Bj?rn Steiger Stiftung, übermittelt durch news aktuell

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