Badische Neueste Nachrichten: Die Fronten verschwimmen

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Auch wenn die israelischen Luftschläge auf
syrische Ziele als Akt der Notwehr gegen die Bewaffnung der
radikalislamischen Hisbollah gelten dürfen, so heizen sie dennoch den
Konflikt in der Region bedenklich an. Längst schwappt der syrische
Bürgerkrieg über die Grenzen hinweg und beunruhigt die Nachbarländer
von Jordanien bis zur Türkei. Nicht nur der Westen befürchtet einen
zunehmend internationalisierten Flächenbrand. Israel hat gewiss kein
Interesse, in das blutige Geschehen in Syrien einzugreifen und damit
den Konflikt zu verschärfen. Eine Ausnahme seiner Stillhaltetaktik
ist es jedoch, wenn Jerusalem eine existenzielle Bedrohung seines
Lebensrechts wahrnimmt. Genau das ist der Fall, wenn die Hisbollah
mit Waffen beliefert wird, deren Reichweite von rund 300 Kilometern
alle israelischen Städte bedroht. Geliefert werden die gefährlichen
Distanzwaffen vor allem von Israels Erzfeind Iran. Sie gelangen nach
Syrien und in den Libanon, den der Diktator Assad längst als seine
Einflusssphäre benutzt. Dort haben die Radikalislamisten das Ruder
übernommen und sickern in die Konfliktregion ein. Die Fronten in der
Region verschwimmen und sind nicht trennscharf auszumachen. Als
sicher gilt lediglich, dass die libanesische Hisbollah in Syrien an
der Seite des Assad-Regimes mitkämpft.

Pressekontakt:
Badische Neueste Nachrichten
Klaus Gaßner
Telefon: +49 (0721) 789-0
redaktion.leitung@bnn.de

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