Beim Kampf gegen den Artenschwund läuft die Zeit – Kommentar zur angekündigten Volksinitiative der NRW-Umweltverbände

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Die von den NRW-Umweltverbänden angekündigte Volksinitiative zum
Artenschutz wird etwas bewirken, schon ehe die erste Unterschrift gesetzt ist.
Mindestens seit Sommer 2018 denkt die schwarz-gelbe Landesregierung über neue
Maßnahmen zur Eindämmung des Flächenverbrauchs nach. Nicht nur Umweltschützer,
auch Landwirte warten sehnsüchtig darauf. Spätestens im vergangenen Jahr, als
bei der Verabschiedung des neuen Landesentwicklungsplans das Fünf-Hektar-Ziel
beim Flächenverbrauch gekappt wurde, hätte man liefern müssen – aber
Fehlanzeige. Keine gewagte Prognose: Aufs Flächensparprogramm wird man nun, nach
Ankündigung der Volksinitiative, nicht mehr lange warten müssen. Ein
Ministeriumssprecher wies gestern ausdrücklich daraufhin, dass sich das Programm
“bereits in der Regierungsabstimmung” befinde… Kurzum: Es ist gut, dass die
Verbände bei der Naturschutzpolitik Druck machen. Mit Ursula Heinen-Esser (CDU)
steht zwar eine versierte und anerkannte Fachpolitikerin an der Spitze des
Umweltministeriums. Man wird nur den Eindruck nicht los, dass sie ziemlich
allein dasteht. Der Mini-Etat ihres Hauses trotz sprudelnder Steuereinnahmen
spricht Bände. Ganz klar: Schwarz-Gelb setzt andere Prioritäten, Naturschutz
läuft weiter unter “Ferner liefen”, darf nicht wehtun. Die Zeichen der Zeit
scheinen hier noch nicht verstanden. NRW muss dringend mehr gegen den Verlust
der Artenvielfalt tun. Zur Schau getragene “Insektengipfel” ohne konkretes
Ergebnis helfen nicht. Die Landschaft an Rhein und Ruhr wird ärmer – nicht nur
an Insekten, auch an einst weit verbreiteten Wiesenvögeln wie Kiebitz & Co. Die
Zeit läuft. Die nächsten Wochen und Monate dürften spannend werden. In Bayern
hat ein, allerdings viel breiter angelegtes Volksbegehren, die Landespolitik
verändert. Für NRW gibt es mit “Aufbruch Fahrrad” ein verheißungsvolles Vorbild
für eine Volksinitiative. Die Umweltschützer sind gut beraten, Sorgen aber auch
Leistungen der Landwirtschaft anzuerkennen. Und beim Flächenverbrauch ist man
womöglich gar nicht soweit voneinander entfernt.

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Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
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