BERLINER MORGENPOST: Mehr als nur ein Denkzettel – Leitartikel von Gilbert Schomaker

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204.263 Berliner haben für die Offenhaltung des
Flughafens Tegel votiert. Was im Wahlkampf als Gag der initiierenden
FDP abgetan wurde, ist nun Wirklichkeit geworden. Die Berliner können
in einem Volksentscheid über die Zukunft des Flughafens Tegel
abstimmen.

Die Abstimmung pro Tegel ist auch ein Misstrauensvotum gegen den
Senat und die Flughafenplanungen in Schönefeld. Das BER-Desaster der
vergangenen Jahre hat zu einer Erosion des Vertrauens in die
zuständigen Politiker und Techniker geführt. 204.000 Stimmen für
Tegel resultieren auch aus dem Unvermögen, den BER an den Start zu
bringen.

Die Berliner sind stolz darauf, dass ihr alter Flughafen Tegel die
Millionen Passagiere meistert. Ob das der ohnehin zu klein geplante
BER jemals so schaffen wird, ist noch offen.

Nun kommt es also zum Volksentscheid über die Offenhaltung von
Tegel. Rechtlich ist das schwierig, weil die Eröffnung des BER
zwingend mit der Schließung von Tegel gekoppelt ist. Der neue
Großflughafen durfte nur so nah an Berlin gebaut werden, weil
Hunderttausende Menschen in der Stadt durch die Schließung von Tegel
vom Fluglärm entlastet werden.

Der Senat hat immer wieder auf diesen juristischen Zusammenhang
hingewiesen. Wenn er sich nur auf diese Position zurückzieht, macht
er es sich aber zu einfach. 204.000 Stimmen pro Tegel muss er ernst
nehmen.

Der ganze Leitartikel im Internet unter:
www.morgenpost.de/210157649

Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/887277 – 878
bmcvd@morgenpost.de

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