Berliner Senator Czaja sagt dem Fachkräftemangel in der Altenpflege den Kampf an / bpa unterstützt Bundesratsinitiative Berlins zur Hebung von Qualifizierungspotentialen in der Altenpflege

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15. Februar 2013

In Folge der Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive in der
Altenpflege liegt dem Bundesrat ein Gesetzesentwurf zur Verkürzung
der Altenpflegeausbildung vor. Die Voraussetzungen dafür sind
vorliegende Abschlüsse oder entsprechende Berufserfahrung. In diesem
Zusammenhang forderte der Berliner Senator für Gesundheit und
Soziales, diese Maßnahmen zur Behebung des massiven
Pflegefachkraftmangels durch seine Berliner Kompetenzoffensive zu
ergänzen.

Senator Czaja lobte die im Dezember von vier Bundesministerien und
neben dem bpa (Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.
V.) auch von weiteren Verbänden unterzeichnete Vereinbarung zur
Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive. Er zeigte sich aber auch
enttäuscht über die Ablehnung der “Berliner Initiative”, mit der über
die Bundesoffensive hinaus, wirksam dem Fachkräftemangel in der
Pflege hätte der Kampf ansagt werden können. In Berlin laufen bereits
engagierte Projekte, in denen Pflegehelfer ohne Ausbildung
berufsbegleitend qualifiziert werden und, in dem modular Kompetenzen
erworben oder belegt werden können.

Dieses Berliner Qualifizierungsprojekt ist mit Unterstützung des
bpa bereits im März 2011 entstanden und läuft seither als
erfolgreicher Schulversuch: Die Vitanas Akademie bietet eine
modularisiert, kompetenzbasierte und verkürzte wie gleichzeitig
berufsbegleitende Altenpflegeausbildung (modulkompA) an. “Wir
brauchen jeden Einzelnen in der Pflege. Das erfolgreiche Projekt an
der Vitanas Akademie zeigt nicht nur, dass es möglich ist,
zusätzliche Angebote zu schaffen, sondern dass sie auch angenommen
werden. Um genügend Nach-ahmer zu motivieren, brauchen wir die
Unterstützung der Politik und des Gesetzgebers – das wäre
gesellschaftliche Verantwortung!”, so Christian Potthoff,
Vorsitzender der bpa Landesgruppe Berlin. Besonders zu begrüßen sei
es laut bpa daher, dass Senator Czaja entschieden dazu aufrief, für
das erklärte gemeinsame Ziel einzutreten und vorhandene
Qualifizierungspotenziale von Menschen für die Altenpflege zu heben.

“Anstatt die Berliner Initiative abzulehnen, hätte der Bundesrat
die Erfahrungen aus Berlin nutzen und aufgreifen sollen. Wir müssen
hochmotivierte Pflegekräfte, die neben ihrer Arbeit eine Ausbildung
absolvieren wollen, dringend unterstützen, sie motivieren und
unbedingt deren Berufserfahrungen als Kompetenz berücksichtigen und
anerkennen. Wir können es uns gar nicht erlauben, sie vor den Kopf zu
stoßen. Wir brauchen motivierte Anwärter für die Qualifizierung und
weitere derart engagierte, effektive Förderprojekte”, so Potthoff
abschließend.

Pressekontakt:
Anja Hoffmann (030) 214 31 52, Landesbeauftragte bpa

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