Berufsbildung schafft Chancen: KfW unterstützt syrische Flüchtlingskinder und heimische Bevölkerung in aufnehmenden Gemeinden mit über 70 Mio. EUR

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– Rund 750 Werkstätten an Berufsschulen werden ausgestattet und modernisiert – Stipendien und Zugang zur Berufsschule für rund 15.000 Schülerinnen und Schüler – Bleibeperspektiven und berufliche Chancen werden verbessert

Die KfW hat in Kooperation mit der Europäischen Union (EU) rund 70 Mio. EUR für die zweite Phase eines Programms zur Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten durch formale Berufsbildung von syrischen und türkischen Jugendlichen zugesagt. Das Programm mit einem Gesamtvolumen von 120 Mio. EUR geht aus der 2016 beschlossenen EU „Fazilität für Flüchtlinge in der Türkei“ (FRiT) als Reaktion der EU auf die Syrienkrise hervor und wird vom türkischen Bildungsministerium umgesetzt. Ziel ist es, jungen Menschen – insbesondere syrischen Flüchtlingskindern – in den aufnehmenden türkischen Gemeinden berufliche Chancen zu eröffnen. Im Zuge der Maßnahme werden in 50 Berufsschulen insgesamt 750 Werkstätten modernisiert und mit modernen Lehrmaterialien ausgestattet. Zusätzlich erhalten rund 15.000 Jugendliche Stipendien in Form von Sachleistungen und Zuschüssen für den Transport zum Unterricht in der Berufsschule, um die regelmäßige Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen.

„Die Stärkung des Berufsbildungssystems und ein verbesserter Zugang zu Bildung sind von großer Bedeutung für die aus Syrien geflohenen Jugendlichen. Sie erhalten damit eine erhöhte Chance, sich Fähigkeiten anzueignen, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen und sich prekärer Beschäftigung zu entziehen. Gerade die heutige Zeit ist durch die Corona-Pandemie von hoher Unsicherheit geprägt. Mehr als zuvor ist eine solide Ausbildung der Schlüssel für eine aussichtsreiche Zukunft der Jugendlichen“, sagte Dr. Günther Bräunig, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe.

Derzeit sind etwa 3,6 Millionen syrische Flüchtlinge in der Türkei registriert. 70 % der Flüchtlinge sind jünger als 30 Jahre. Diese Zahl ist seit Jahren relativ stabil und ein Ende der Konfliktsituation in Syrien ist nicht absehbar. Die Mehrzahl der Flüchtlinge lebt in der syrischen Grenzregion, sowie den städtischen Ballungsräumen von Istanbul, Ankara und Izmir. In den Grenzprovinzen Kilis (81 %), Gaziantep (22 %) und Sanliurfa (21 %) sind Flüchtlinge im relativen Vergleich zur Gesamtbevölkerung besonders präsent. In Istanbul sind offiziell mehr als eine halbe Millionen Syrer registriert.

Das Vorhaben konzentriert sich auf diese Regionen und baut auf den erfolgreichen Aktivitäten der ersten, seit 2017 laufenden Phase auf.

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