Berufsbildungsbericht: And the winner is … die Altenpflege / Altenpflegeausbildung hat höchste Steigerungsrate – und soll abgeschafft werden

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Im gerade veröffentlichten Berufsbildungsbericht
des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) steht es
schwarz auf weiß: „Die Steigerung bei der Altenpflegeausbildung ist
im Vergleich zu den Schülerzahlen in den anderen Berufen des
Gesundheitswesens am höchsten ausgefallen.“ Die Ausbildungszahlen in
fast allen anderen Bereichen sind eindeutig rückläufig. Damit ist
bewiesen, dass die Altenpflege bei der Berufswahl junger Menschen ein
echter Renner ist, besonders auch im Verhältnis zur Krankenpflege.
Der Bericht straft das Gerede über fehlende Attraktivität und wenig
reizvolle Rahmenbedingungen in der Altenpflege Lügen. Trotzdem soll
das Berufsbild der Altenpflege, geht es nach dem Willen des
Bundesfamilienministeriums, schon in naher Zukunft nicht mehr
existieren. Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater
Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), kann über die Pläne der Großen
Koalition nur sein Unverständnis äußern: „Die Anzahl der Schülerinnen
und Schüler in der Altenpflegeausbildung hat sich im Vergleich zum
Vorjahr erneut deutlich um fünf Prozent erhöht. Dahinter liegen die
anderen Pflegeberufe weit zurück. Die Zahlen des Ministeriums
widerlegen die Argumente der Befürworter der Abschaffung der
Altenpflege. Die Auszubildenden entscheiden sich sehr bewusst für
einen konkreten Ausbildungsweg mit seinen spezifischen Inhalten – im
Fall der Altenpflege für die Langzeitversorgung und -betreuung
älterer Menschen“, erläutert Meurer.

Der bpa ist überzeugt davon, dass die Herausforderungen des
demografischen Wandels ohne den spezialisierten Beruf des
Altenpflegers/der Altenpflegerin nicht zu bestehen sind. Unmittelbare
Folgen der Einführung einer „generalistischen Ausbildung“ werden
unter anderem ein verschärfter Fachkräftemangel und fachliche
Qualitätsverluste aufgrund mangelnder Differenziertheit sein.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)
bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte
Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in
Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären
Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in
privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa
tragen die Verantwortung für rund 260.000 Arbeitsplätze und circa
20.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch
www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei
etwa 20,6 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Herbert Mauel, Bernd Tews, Geschäftsführer, Tel.:
030/30 87 88 60, www.bpa.de

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