„Betroffene kommen zu Wort“ – Erschütternde Neuerscheinung auf dem Büchermarkt

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„Ich habe Deine Todesangst nicht gespürt! Es tut mir sooooo leid! Wir waren so vertraut und in vielen Dingen verbunden, doch als Du um Dein Leben gekämpft hast, völlig allein, habe ich nichts gespürt.

Damals ist mit dem Anruf mitten in meinem Haus eine Bombe explodiert. Unser Leben ist zerstört worden. Wir sind in eine andere Welt katapultiert worden, ohne dass unser Verstand das fassen konnte.“

In der Welt in der ich jetzt lebe, gibt es das Wort „Mord“. Du bist ermordet worden.
…“

Der Brief einer Angehörigen an das Gewaltopfer spricht sicherlich vielen Betroffenen aus der Seele. Nichtbetroffenen jagt dieser Einstieg in die Lektüre Angst und Schrecken ein. „Betroffene kommen zu Wort“ von Marion Waade ist kein Krimi und keine Science-Fiction-Geschichte, sondern Realität, die alle treffen kann!

Anschließend folgt eine Reihe von Betroffenenfällen, die stellvertretend für unzählige Fälle stehen. Jede Geschichte beginnt mit Presseberichten, welchen die Autorin die Sicht der Hinterbliebenen wertfrei gegenüberstellt. Danach geht es um die Hilfestellung, die die Betroffenen erhalten haben versus der Unterstützung, die sie sich gewünscht hätten. Auch die gesundheitlichen und sozialen Aspekte kommen zum Tragen.
Respektlosigkeit bis hin zu Diskriminierung und unterlassene Hilfestellung seitens der Behörden, der Justiz, vieler Hilfsorganisationen sowie des sozialen Umfelds sind die verbindenden Elemente der ansonsten sehr unterschiedlichen Fälle.
Zum besseren Verständnis der Angehörigen von Mordopfern, finden die Leser im Anhang die Ausarbeitung von Frau Sylvia Geiss zum Thema „Schock-Stress-Trauma“, die sie für ihren Abschluss am „campus Naturalis“ erstellt hat.

Ziel: Vielmehr als auf den Leidensdruck will die Autorin auf die fehlende Infrastruktur nach einem Mordfall aufmerksam machen.

Die Autorin:

Marion Waade
– Traumatherapeutin, Heilpraktikerin, Entspannungs- und Meditationstherapeutin, Dozentin und Autorin
– Gründerin und Vorsitzende des ANUAS e. V., erste und einzige Hilfsorganisation für Angehörige von Mord-, Tötungs-, (fragwürdigen) Suizid- und Vermisstenfällen.
– Gründerin der ANUAS-Arbeitsgruppe „Hilfe für Angehörige von Mordfällen“
– Trägerin der Bürgermedaille Berlin-Lichtenberg 2012
– Betroffene und Angehörige eines Mordfalls

Buch:
„Betroffene kommen zu Wort“ von Marion Waade und Sylvia Geiss
– publiziert durch den Spielberg Verlag, ISBN: 978-3-940609-99-1
– 12,90 Euro (der Erlös kommt zu 100 Prozent dem ANUAS e. V. zugute)

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