bpa begrüßt Aufstockung der geförderten Ausbildungsplätze in Bremen / Pflegeinitiative kann erste Ergebnisse vorweisen / Vergabe der Bildungsgutscheine noch stark verbesserungswürdig

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Das Land Bremen will die Zahl der geförderten
Ausbildungsplätze in der Altenpflege deutlich anheben. 2014 sollen
Mittel für 120 Plätze (Erstausbildung) zur Verfügung gestellt werden.
Das sind 40 mehr als in diesem Jahr und im Vergleich zu 2010 sogar 70
Plätze mehr. Der Bundesverband privater Anbieter soziale Dienste e.
V. (bpa) begrüßt die deutliche Aufstockung. „Wir haben immer wieder
gegenüber der Sozialsenatorin deutlich gemacht, wie sehr die
Pflegeeinrichtungen unter dem Fachkräftemangel leiden“, sagt dazu
Ralf Holz, Vorsitzender der bpa-Landesgruppe in Bremen/Bremerhaven.
Allein im Sommer dieses Jahres hätten über 100 an einer Ausbildung
zur Altenpflegefachkraft interessierte junge Menschen eine Absage
erhalten, weil nicht genügend geförderte Schulplätze zur Verfügung
standen, so Holz weiter. Jetzt sei noch die Zahl der
Bildungsgutscheine und Umschulungen verbesserungswürdig, die von der
Agentur für Arbeit beziehungsweise dem Jobcenter vergeben werden.
Hier müsse deutlich nachgelegt werden.

Die Aufstockung der Ausbildungsplätze verkündete Sozialsenatorin
Anja Stahmann auf einer Monitoringveranstaltung zur Bremer
Pflegeinitiative gegen den Fachkräftemangel, die vor einem Jahr von
einem knappen Dutzend Akteuren – unter anderem auch vom bpa –
unterzeichnet wurde. Mit der Pflegeinitiative verfolgen die
Unterzeichner (Verbände, Krankenhäuser, Altenpflege- und
Krankenschulen, Behörden, Agentur für Arbeit, Jobcenter) das Ziel,
dem Fachkräftemangel mit verschiedenen Maßnahmen zu begegnen.
Hannelore Bitter-Wirtz, bpa-Landesbeauftragte, stellte auf der
Veranstaltung als Sprecherin einer Arbeitsgruppe fest, dass im ersten
Jahr bereits einiges erreicht worden sei: Pflegedienste dürften jetzt
ausbilden und erhielten die dabei entstehenden Kosten zum Teil
refinanziert, das Land prüfe derzeit die Einführung eines
Ausbildungsfonds, viele Pflegebetriebe würden bereits gute Beispiele
für eine erfolgreiche Mitarbeiterbindung praktizieren,
familienfreundliche Arbeitszeiten anbieten und an Projekten zur
Gesundheitsprävention teilnehmen.

An die ersten Erfolge muss jetzt angeknüpft werden, damit Pflege
mehr wertgeschätzt wird und bessere Rahmenbedingungen erhält. Heinz
Rothgang, Professor für Gesundheitsökonomie an der Universität
Bremen, formulierte es so: „Die Attraktivität des Pflegeberufs lässt
sich langfristig nur über harte Fakten wie Entlohnung, bessere
Arbeitsbedingungen durch bessere Personalausstattung und eine bessere
Finanzausstattung der Pflegeversicherung steigern.“ Die Akteure der
Initiative nahmen es mit für die Arbeitsagenda der nächsten Monate.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 8.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen, davon rund
100 in Bremen, die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
245.000 Arbeitsplätze und ca.18.900 Ausbildungsplätze.

Pressekontakt:
Hannelore Bitter-Wirtz, Landesbeauftragte, Tel.: 0421 /68 54 41 75,
www.bpa.de

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