Brot-für-die-Welt-Chefin befürchtet Einbußen bei Weihnachtskollekte

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Aufgrund der eingeschränkten Weihnachtsgottesdienste befürchtet die Hilfsorganisation Brot für die Welt Einbußen bei den Spenden. „Die Weihnachtskollekte ist ein Fundament unserer Finanzierung“, sagt die Präsidentin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel der ZEIT-Beilage Christ & Welt. „So wie die Lage ist, werden nicht so viele Menschen an Gottesdiensten teilnehmen. Das wird schwierig.“

Brot für die Welt nimmt nach Angaben der Chefin durch die Weihnachtskollekte jährlich an die 25 Millionen Euro ein. Ob alternative Angebote für Spenden greifen, müsse sich erst zeigen. „Bei den Kollekten zur Passionszeit, zu Konfirmationen und Erntedank hatten wir wegen der Einschränkungen bei Gottesdiensten in Deutschland dramatische Einbußen“, sagt Füllkrug-Weitzel. Die Kirche in Berlin und Brandenburg habe dieses Jahr 80 Prozent weniger Kollekten bekommen. „Da braucht man nicht viel Fantasie, um anzunehmen, dass es um die Brot-für-die-Welt-Kollekte nicht so gut steht.“

Füllkrug-Weitzel berichtet von zahlreichen Vertretern ihrer Partnerorganisationen in anderen Ländern, die an Covid-19 gestorben seien. „Wenn ich Vertreter von Partnerorganisationen auf Zoom treffe oder auf Skype, dann sehe ich jetzt, wie schmal sie geworden sind“, sagt sie Christ & Welt. „Viele Leute hungern einfach. Was werden sie essen zu Weihnachten? Vermutlich wenig.“ Das sei in Deutschland unvorstellbar. „Vor allen Dingen deswegen ist es mein schwerstes Weihnachten.“ Sie wolle die schweren Entscheidungen und auch die Einsamkeit nicht unterschätzen, die viele in Deutschland aushalten müssten. Aber das Niveau der Probleme sei ein anderes.

Die Armut steige an vielen Orten, so die Brot-für-die-Welt-Präsidentin. Somalia, Sudan, Kenia, Äthiopien seien vom Klimawandel massiv betroffen. Sie litten unter dramatischen Dürren und manchmal auch Fluten. Zudem sei die Region von einer Heuschreckenplage betroffen. „Oben drauf kommt die Pandemie mit den Lockdown-Maßnahmen, die in Afrika sehr schnell verhängt worden sind. Weil die Länder fast keine Chance haben, die Menschen zu behandeln.“ In Kenia habe ein Schuljahr lang Ausgangssperre geherrscht. Dadurch hätten die Kinder kein Schulessen bekommen, oft die einzige sichere Mahlzeit.

Dies ist eine Vorabmeldung der zur ZEIT-Verlagsgruppe gehörenden Redaktion Christ & Welt.

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