Corona-Pandemie: Krebshilfe drängt auf bessere Vorsorge

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Corona-Pandemie: Krebshilfe drängt auf bessere Vorsorge

Vorstand Nettekoven verlangt volle Kostenübernahme für Tabak- und Nikotinentwöhnung – “Aktuell wichtiger denn je” – Brandbrief an Spahn

Osnabrück. Angesichts der Corona-Pandemie verstärkt die Deutsche Krebshilfe ihren Druck auf die Bundesregierung, mehr für Gesundheitsvorsorge zu tun. Gegenüber der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (NOZ) forderte der Vorstandsvorsitzende Gerd Nettekoven jetzt auch Maßnahmen zur Tabak- und Nikotinentwöhnung in den Blick zu nehmen. Es brauche eine bundesweite Regelung zur Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung. Dies sei aktuell wichtiger denn je, sagte Nettekoven und betonte: “Raucher leiden häufiger an Schäden der Lunge und Atemwege und haben zudem bei einer Covid-19-Infektion ein viel höheres Risiko für einen schwereren Verlauf.”

Entsprechend äußerte sich der Vorstandsvorsitzende auch in Briefen an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und die Drogenbeauftragte Daniela Ludwig, die der NOZ vorliegen. Darin betont er: “Insbesondere in Zeiten der Pandemie wäre es wichtig, Rauch-Entwöhnungswillige zu unterstützen.” Leider gebe es hierzu aber keine geregelten und durch die Krankenkassen regulär finanzierten Angebote.

“Für aufhörwillige Raucherinnen und Raucher bedeutet dies, dass sie Entwöhnungsmaßnahmen vielfach aus eigener Tasche zahlen müssen”, so Nettekoven im Gespräch mit der NOZ. Er kritisierte, während Gesundheitsexperten das Rauchen als eine Suchterkrankung betrachteten, würden die gesetzlichen Krankenkassen Konsum und Rauch-Stopp als Lifestyle-Thema einstufen. Hier müsse die Bundesregierung einschreiten. Gerade sozial schlechter gestellte Menschen, die sich gesünder verhalten wollten, müssten jede Unterstützung erhalten, um ihr suchtbedingtes Verhalten ändern zu können.

Nettekoven plädierte für “flächendeckende und niederschwellige” Tabak- und Nikotinentwöhnungsangebote. Er versteht darunter zum Beispiel Kurzberatungen für aufhörwillige Raucherinnen und Raucher sowie verhaltenstherapeutische Gruppen oder auch kombinierte Einzel- und Gruppenbehandlungen.

Die Krebshilfe rechnet vor, der Konsum von Tabakprodukten koste jährlich 120.000 Menschen in Deutschland das Leben: “Rauchen verursacht nicht nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern ist auch ein Risikofaktor für 14 verschiedene Krebsarten.” Auch E-Zigaretten schädigen nach den Worten von Nettekoven Lungen und Bronchien. “Dampferinnen und Dampfer gehören somit ebenfalls zur Covid-19-Risikogruppe, denn ihre Immunabwehr gilt als geschwächter als die von Nichtkonsumenten.”

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