Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Anwohnerparken

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Der Kreuzzug gegen das Auto nimmt immer größere Auswüchse an.
Beim Thema Parkgebühren bildet sich jetzt eine bemerkenswerte Allianz von
Städten, Verbänden, Autobauern und Umweltschützern – zulasten der Autofahrer.
Auch wenn das Ziel der ungleichen Partner auf den ersten Blick dasselbe sein
mag, so sind die Beweggründe unterschiedlich.

Unter dem Deckmantel des Klimaschutzes geht es vor allem auch um viel Geld. Die
Städte erhoffen sich Zusatzeinnahmen, mit denen sie Investitionen in den ÖPNV
oder in Fahrradwege versprechen. Allzu durchsichtig ist das Manöver des Verbands
der Autoindustrie. Die Konzerne sind auf dem Weg zu neuen Geschäftsmodellen und
Zukunftsfeldern bereit, das auf Kosten der bisher treuen Autokäufer
durchzusetzen. Gerade in den Innenstädten will die Branche um jeden Preis Platz
schaffen für neue Carsharing- und Fahrdienste.

Bei allem Verständnis, dass mehr Klimaschutz notwendig ist, geht es um
Verhältnismäßigkeit. Statt über Verbote und den Geldbeutel sollte der Weg über
Anreize führen. Zudem: Die Erstellung der Parkplätze in ihrem Quartier haben
die Anwohner über Erschließungs- und Anliegerbeiträge meist größtenteils selbst
finanziert. Dass sie doppelt abkassiert werden sollen, ist ein Unding.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/66306/4506137
OTS: Westfalen-Blatt

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