Der Tagesspiegel: Verkehrsminister gegen Berufsverbot für depressive Piloten

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Berlin – Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU)
hat sich gegen Forderungen nach einem Berufsverbot für depressive
Piloten oder Busfahrer als Konsequenz aus dem Absturz der
Germanwing-Maschine gewandt. „Ein höheres Risiko wäre es doch, wenn
Anreize gesetzt werden, Depressionen zu verheimlichen“, sagte
Dobrindt dem Berliner „Tagesspiegel“ (Sonntagausgabe)“. Depressionen
seien „heute eine weit verbreitete Krankheit, die in den meisten
Fällen gut heilbar ist“, betonte der Minister. „Deshalb sollten wir
Betroffene ermutigen, sich dem Arzt gegenüber zu öffnen.“ Dobrindt
widersprach damit seinem Parteifreund, Bayerns Innenminister Joachim
Herrmann und auch dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach, die
solche Berufsverbote zuvor als denkbar und „unter bestimmten
Umständen notwendig“ bezeichnet hatten. Auch an der ärztlichen
Schweigepflicht will der CSU-Politiker infolge des Unglücks nicht
rütteln lassen. „Ich glaube nicht, dass ein Aufheben der
Schweigepflicht automatisch zu mehr Sicherheit führen würde“, sagte
Dobrindt. Diese Vorgabe für Mediziner habe zu Recht „einen sehr hohen
Stellenwert in unserer Gesellschaft“.

http://www.tagesspiegel.de/politik/verkehrsminister-alexander-dobr
indt-zum-ber-und-germanwings-der-berliner-flughafen-muss-schnell-und-
sicher-an-den-start-gehen/11655726.html

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